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    Georgien setzt Gesetz gegen Auslandseinfluss in Kraft

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    Georgien,

    Trotz massiver Proteste wird in Georgien das Gesetz zur Begrenzung des ausländischen Einflusses auf Nichtregierungsorganisationen in Kraft gesetzt.

    Tiflis
    In Georgien kommt es immer wieder zu Protesten gegen das geplante NGO-Gesetz. (Archivbild) - keystone

    In Georgien wird gegen massive Proteste das Gesetz zur Begrenzung des ausländischen Einflusses auf Nichtregierungsorganisationen in Kraft gesetzt. Anstelle von Staatspräsidentin Salome Surabischwili, die sich weigerte, unterschrieb Parlamentspräsident Schalwa Papuaschwili nach eigenen Angaben am Montag das Gesetz. Es soll am Dienstag offiziell im Gesetzblatt der Ex-Sowjetrepublik im Südkaukasus verkündet werden.

    Ministerpräsident Irakli Kobachidse sagte im Kabinett, über das Gesetz sei in den vergangenen Monaten viel Falsches verbreitet worden. Nun sei es in Kraft und müsse pragmatisch und mit kühlem Kopf angewendet werden. Noch am Sonntag hatte es in Tiflis eine Kundgebung gegen das Gesetz gegeben.

    Gegner befürchten Einschränkung der Meinungsfreiheit

    Bei einem abendlichen Konzert wurde Geld gesammelt, um festgenommene Demonstranten zu unterstützen. Das Gesetz erlegt unabhängigen Medien und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen eine verschärfte Rechenschaftspflicht auf, wenn sie mehr als 20 Prozent ihres Geldes aus dem Ausland erhalten. Die Regierungspartei Georgischer Traum begründet das Gesetz mit höherer Transparenz.

    Es stärke die Souveränität Georgiens. Massenproteste hatten in den vergangenen zwei Monaten nicht vermocht, die Führung umzustimmen. Auch Interventionen wichtiger Geldgeber wie die EU und USA erreichten nichts.

    Die Gegner des Gesetzes befürchten, dass ähnlich wie in Russland kritische Organisationen behindert und mundtot gemacht werden sollen. Sie werfen der Regierungspartei einen zunehmend autoritären Kurs vor der Parlamentswahl im Oktober vor. Und sie sehen einen künftigen Beitritt des Landes zur EU gefährdet.

    Organisationen wehren sich gegen das neue Gesetz

    Zwei Monate nach Inkrafttreten soll die Online-Registrierung der Nichtregierungsorganisationen beginnen. Bei Verstössen gegen die Rechenschaftspflicht drohen zunächst Geldbussen. Organisationen, die sich nicht registrieren lassen, werde ihr Vermögen entzogen, sagte der Bürgermeister von Tiflis, Kacha Kaladse.

    Dann würden sie geschlossen. Viele Organisationen haben angekündigt, sich nicht dem Gesetz zu unterwerfen und sich nicht registrieren zu lassen. Sie kündigten Klagen vor dem georgischen Verfassungsgericht und vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an.

    Kommentare

    User #6091 (nicht angemeldet)

    Dies ist ein Gesetz analog des in den USA seit 1938 gültigen "Foreign Agents Registration Act" ! Es ist sogar noch abgeschwächt worden! Finde den Fehler !

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