G20

    G20-Minister uneinig in Ukraine-Frage

    Keystone-SDA
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    Indonesien,

    Am G20-Gipfel waren sich die Minister uneinig, ob eine Stellungnahme zum Ukraine-Krieg einfliessen sollte. Was die Nahrungsmittelkrise angeht, hingegen schon.

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    G20-Vorsitzender von Saudi-Arabien. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der G20-Gipfel ist am Samstag in Indonesien zu Ende gegangen.
    • Zu einer Stellungnahme zum Ukraine-Krieg ist es nicht gekommen.
    • Hingegen waren sich die Minister einig, die Nahrungskrise angehen zu müssen.

    Ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung ist am Samstag in Indonesien das Treffen der G20-Finanzminister zu Ende gegangen.

    Die Vertreter der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer hätten sich bei ihrem zweitägigen Treffen auf der Insel Bali nicht einigen können, ob eine Stellungnahme zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine darin einfliessen solle, teilte die indonesische Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati mit.

    Einig waren sich hingegen alle Teilnehmer, dass die weltweite Nahrungsmittelkrise angegangen werden müsse.

    «Wir waren uns alle einig, dass die Unsicherheit bei der Lebensmittelversorgung Aufmerksamkeit, ein Einschreiten und eine passende Politik erfordern, und deshalb haben wir darüber diskutiert, wie wir Unterbrechungen der Versorgung angehen können», sagte die Ministerin.

    G20-Gipfel konnte sich nicht zu Ukraine-Krieg einigen

    Ihr Land hat in diesem Jahr den Vorsitz der G20 inne und ist deshalb Gastgeber aller Treffen. Der Protektionismus müsse beseitigt werden, damit Nahrungsmittel leichter von den Erzeuger- in die Empfängerländer gelangen könnten, so die Ministerin.

    Einige Länder hätten darauf bestanden, dass ihre Sichtweisen zum Ukraine-Krieg in eine Abschlusserklärung einfliessen sollten. «Länder haben Positionen, die sich nicht miteinander in Einklang bringen lassen», sagte Indrawati.

    In ihrer Eröffnungsrede hatte die Ministerin am Freitag vor sozialer Instabilität und Unruhen in Teilen der Welt aufgrund steigender Preise gewarnt.

    Die dreifache Bedrohung durch Krieg, steigende Rohstoffpreise und eine höhere globale Inflation könne sich auch bei Schwellenländern und sogar Industriestaaten auf die Schuldenlage auswirken, hatte sie gewarnt.

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