Russische Drohne kracht in Passagierzug nach Odessa
Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Zug auf dem Weg nach Odessa sind fast 600 Passagiere mit dem Schrecken davongekommen. Die Lokomotive des Zugs mit der Nummer 147 von Schytomyr nach Odessa geriet laut Behörden bei einem Drohneneinschlag in Brand. Niemand sei verletzt worden. In dem Zug seien 593 Menschen gewesen, darunter 15 Kinder. Sie alle seien mit Bussen nach Odessa gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper mit.

Kiper sprach von einem gezielten Angriff der Russen auf den Zug. Während der Evakuierung habe es zudem eine zweite Attacke gegeben. Erst Mitte August waren bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine ein Lokführer und sein Assistent getötet worden.
Bei einem anderen Drohnenangriff im Osten der Ukraine in Charkiw wurden Behörden zufolge sieben Menschen verletzt. Die ukrainische Flugabwehr sprach von insgesamt 127 russischen Drohnenangriffen. Die meisten seien abgewehrt worden.
Toter und Verletzte in Russland nach Kiews Drohnenangriffen
Die Ukraine führte erneut Gegenschläge mit Drohnen in Russland aus. In Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine gab es laut Behörden dabei einen Toten und sechs Verletzte. Das russische Verteidigungsministerium nannte am Morgen eine nicht überprüfbare Zahl von 328 abgeschossenen ukrainischen Drohnen. Zu Treffern machte das Ministerium wie meistens keine Angaben.
In Orenburg nahe der Grenze zur zentralasiatischen Republik Kasachstan trafen laut Behörden Trümmer einer abgeschossenen Drohne ein Lager des russischen Onlineversandhändlers Ozon. Ein Brand sei schnell entdeckt und gelöscht worden, hiess es. 300 Menschen mussten nach Angaben des Unternehmens in Sicherheit gebracht werden. Niemand sei verletzt worden.
Die Ukraine wehrt sich seit viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Für ihre Gegenangriffe setzt sie neben Drohnen auch Marschflugkörper ein.














