Feuerpause für Reparatur am AKW Saporischschja vereinbart
Die dringend benötigte Stromversorgung für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja soll während einer begrenzten lokalen Waffenruhe wiederhergestellt werden. Dies gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die die Vereinbarung über die Feuerpause zwischen der Ukraine und Russland ausgehandelt hat.

Das Kernkraftwerk und die Kühlsysteme der von Russland besetzten Anlage könnten innerhalb von Tagen von einem Blackout betroffen sein, warnte die IAEA auf der Plattform X. Innerhalb kurzer Zeit müsse entweder die Stromleitung repariert oder Diesel für Notstromgeneratoren geliefert werden, hiess es.
Das grösste AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind abgeschaltet, doch die Anlage benötigt Strom, um das radioaktive Material zu kühlen und einen Atomunfall zu verhindern.
Die letzte verbliebene Leitung in das Kraftwerk wurde am 20. August bei Gefechten unterbrochen. Seitdem ist die Anlage auf Dieselgeneratoren angewiesen, doch der Treibstoff wird nach Angaben der IAEA knapp. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk über zehn externe Stromleitungen.
IAEA-Chef Rafael Grossi kündigte an, dass die Reparaturarbeiten am Samstag beginnen würden, nachdem Entminungsarbeiten durchgeführt worden seien. Grossi hatte zuvor bereits mehrmals begrenzte Waffenruhen für Reparaturarbeiten rund um das AKW ausgehandelt.










