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    Druschba-Pipeline: Selenskyj hält Reparatur für unnötig

    Keystone-SDA
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    Ukraine,

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält trotz des Drucks der EU-Staaten Ungarn und Slowakei eine Reparatur der für russische Öllieferungen wichtigen Druschba-Leitung für unnötig. «Wozu reparieren? Um Menschen zu verlieren. Ich denke, das ist ein zu grosser Preis», sagte Selenskyj auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costas in Kiew. Ihm zufolge greift das russische Militär gezielt Reparaturtrupps an.

    dpatopbilder - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa geben sich nach einer Pressekonferenz...
    dpatopbilder - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa geben sich nach einer Pressekonferenz... - Keystone/dpa/Ansgar Haase

    Dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, der wegen der ausbleibenden Lieferungen Ukraine-Hilfen blockiert, empfahl er sich an Moskau zu wenden. «Russland zerstörte diese Pipeline mehrfach», sagte Selenskyj. Orban solle beim Kreml um eine Energiewaffenruhe ersuchen. «Es kann nicht sein, dass Russland etwas zerstört und die Ukraine es dann repariert.» Selenskyj hatte auch gesagt, dass russisches Öl, das zur Finanzierung des Kriegs dient, nichts auf dem europäischen Markt zu suchen habe.

    Von der Leyen, die in den blau-gelben Farben der ukrainischen Flagge gekleidet war, machte allerdings deutlich, dass sie und Costa die Ukraine gebeten haben, die Reparaturen an der Pipeline zu beschleunigen. Sie dankte zudem dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic für seine Bemühungen, den Transport von Öl über Serbien nach Ungarn und in die Slowakei über die Adria-Pipeline abzusichern und auszubauen.

    Der Erdöltransit über die Druschba-Pipeline ist seit einem Drohnenangriff auf Energieanlagen in der westukrainischen Stadt Brody Ende Januar unterbrochen. Als Reaktion hat Ungarn einen 90-Milliarden-Kredit der Europäischen Union an die Ukraine genauso wie Diesellieferungen blockiert. Die benachbarte Slowakei hat ebenso mit einer Unterbrechung von Dieselexporten in die Ukraine reagiert.

    Von der Leyen kündigte zudem an, die von Ungarn blockierte Absicherung des Darlehens über den EU-Haushalt notfalls zu umgehen. «Wir werden den Kredit so oder so bereitstellen. Ich will ganz klar sein: Wir haben verschiedene Optionen – und wir werden sie nutzen», sagte sie.

    Das ist bereits der zweite Transitstopp innerhalb eines Jahres. Im vergangenen August waren die Lieferungen aus Russland bereits kurzzeitig unterbrochen worden – durch einen ukrainischen Angriff. Der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, hatte zuvor von einer erfolgreichen Attacke auf eine Pumpstation im russischen Gebiet Tambow berichtet.

    Die Ukraine wehrt sich seit vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen russische Invasionstruppen.

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    Kommentare

    User #3470 (nicht angemeldet)

    Ich finde es wichtig, Ruhe zu bewahren, und ich denke, es wäre besser, wenn die Russen ihr Gas woanders hinschicken würden. Zum Beispiel wieder zurück in die Tiefe. Ende aus Mickey Maus

    User #7325 (nicht angemeldet)

    ... Orban und Fico sollen doch den Vorschlag machen, dass ungarische und slowakische Spezialisten die Pipeline reparieren ... wenn sie dabei von den Russen angegriffen werden, dann können Orban und Fico immer noch dem EU-Paket für die Ukraine zustimmen

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