Dringlichkeitssitzung zu Meerenge Bab al-Mandab in UN-Sicherheitsrat
Vor dem Hintergrund der Eskalation des Bürgerkriegs im Jemen kommen die Staaten des UN-Sicherheitsrats in New York zu einer Dringlichkeitssitzung über die Situation an der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab zusammen.

Das Treffen sei von Bahrain, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Lettland und Grossbritannien angefragt worden und solle um 21.00 Uhr MESZ beginnen, hiess es von der britischen UN-Mission in New York. Zusätzlich zu den 15 Mitgliedstaaten des mächtigsten UN-Gremiums sollen auch Vertreter des Jemen und Saudi-Arabiens an dem Treffen teilnehmen.
Die Huthi sind in ihrer jüngsten Offensive weiter nach Süden in Richtung der bedeutenden Meerenge vorgerückt. So können die Huthi etwa Handelsschiffe in der Meerenge Bab al-Mandab nun noch stärker angreifen als bei ihren früheren Angriffen in der Region ab 2023. Die Miliz hat allerdings erklärt, dass sie die Sicherheit der Schifffahrt dort gewährleisten möchte – mit Ausnahme Saudi-Arabiens, für dessen Schiffe die Miliz eine «Blockade» verhängt hat.
Die Huthi hatten den Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa 2014 überrannt und kontrollieren dort inzwischen grosse Gebiete. Saudi-Arabien bekämpft die Miliz seit mehr als zehn Jahren an der Seite der international anerkannten Regierung und führt dazu ein Militärbündnis im Jemen an.
Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Beide sind Teil einer Schifffahrtsroute, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien darstellt.










