Verteidigungsausgaben, Nord Stream 2, Autozölle: Politisch ist Trump mit Deutschland auf Konfliktkurs. Jetzt scheint er sich aber auf seine Wurzeln zu besinnen.
Donald Trump, US-Präsident
Donald Trump hat deutsche Vorfahren. - AP Photo
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump will seine Vorfahren in Deutschland besuchen.
  • Zu einem bilateralen Treffen mit Angela Merkel ist es bislang nicht gekommen.

US-Präsident Donald Trump will offensichtlich nach Deutschland kommen und den Heimatort seiner Vorfahren väterlicherseits im Bundesland Rheinland-Pfalz besuchen. Richard Grenell, sein Botschafter in Berlin, hat mit ihm bereits darüber gesprochen.

«Ich weiss nicht wann, aber er hat mir gesagt, dass er kommen und den Heimatort seiner Familie sehen will», sagte Grenell, der ein Vertrauter Trumps ist und als wichtigster Botschafter des Präsidenten in Europa gilt.

Trumps Grosseltern väterlicherseits stammten aus Kallstadt an der Weinstrasse. Das rund 25 Kilometer westlich von Mannheim gelegene Dorf mit seinen etwa 1200 Einwohnern zählt zu den bekanntesten Weinorten in der Pfalz. Trump war noch nie dort. Trumps Mutter stammt aus Schottland.

Merkel zwei Mal bei Trump

Der US-Präsident hat während seiner knapp zweijährigen Amtszeit erst einmal Deutschland besucht: Im Juli 2017 nahm er am G20-Gipfel in Hamburg teil. Zu einem rein bilateralen Besuch war er noch nie in Deutschland, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aber schon zwei Mal im Weissen Haus in Washington empfangen.

Beim letzten Mal brachte Merkel ihm einen Kupferstich von 1705 mit einer Karte der Region Pfalz mit, auf der Kallstadt zu sehen ist. Das Weisse Haus nannte den Präsidenten damals in einer Mitteilung einen «stolzen Enkel deutscher Einwanderer». Das liess aufhorchen.

Schon kurz vor der Merkel-Reise nach Washington gab es bereits erste Anzeichen, dass Trump nach Kallstadt kommen könnte. Im Januar tauchte auf einmal der Frankfurter US-Generalkonsul James W. Herman in Kallstadt auf – und wurde dort als eine Art Vorauskommando wahrgenommen.

Verkehrstechnisch dürfte Kallstadt den Reiseplanern aus dem Weissen Haus keine Probleme bereiten. Die Air Force One könnte auf der riesigen US-Luftwaffenbasis Ramstein landen, die nur 60 Kilometer entfernt ist. Von dort aus sind es nur wenige Minuten mit dem Helikopter in den Winzerort.

Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Donald TrumpG20-GipfelAir Force One