Die Schweizerische Post hat ein neues E-Voting-System entwickelt

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Anfang Juli hatte die Schweizerische Post ihr elektronisches Abstimmungssystem aufgegeben. Nun präsentiert das Unternehmen ein neues E-Voting-System.

    Roberto Cirillo
    An der Spitze der Schweizer Post: CEO Roberto Cirillo. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizerische Post hat ein neues E-Voting-System.
    • Erst Anfang Juli gab das Unternehmen ihr bisheriges System ab.
    • Die Post musste ihr System auf Druck des Bundes stoppen.

    Die Schweizerische Post hat nach dem Rückzug ihres E-Voting-Systems im Juli ein neues Programm für die elektronische Stimmabgabe entwickelt. «Wir haben den Kantonen bereits eine Lösung vorgeschlagen», sagte Postchef Roberto Cirillo in einem heute Freitag erschienen Zeitungsinterview.

    «Wir sind dabei, die Regeln für die Prüfung dieses Systems mit den Kantonen und ihren Kanzleien zu definieren.» Dies sagte der Post-CEO in dem Gespräch, das im Westschweizer Titel «La Liberté und seien Partnerzeitungen erschien. Cirillo betonte, dass die neue Version «eine universelle Verifizierbarkeit enthalten wird». Die Kantone «wollen eine schnelle Lösung», sagt der Verantwortliche.

    Anfang Juli hatte die Schweizerische Post ihr elektronisches Abstimmungssystem aufgegeben. Die Post musste ihr System auf Druck des Bundes stoppen. Im Hinblick auf die National- und Ständeratswahlen kam die Bundeskanzlei zum Schluss, dass das System die bundesrechtlichen Anforderungen nicht erfüllt.

    An einem Hacker-Test im Frühjahr hatten Tausende Personen teilgenommen und das System geprüft. Nach Angaben der Post schafften es die Hacker zwar nicht, die elektronische Wahlurne zu knacken. Dafür aber fanden sie schwere Mängel im Quellcode.

    Die Kantone Neuenburg, Freiburg, Thurgau und Basel-Stadt setzten auf das E-Voting-System der Post. Drei von ihnen kündigten an, von der Post Schadenersatz zu verlangen.

    E-Voting ist in der Schweiz seit 2004 zugelassen, allerdings nur versuchsweise und nur für eine jeweils beschränkte Zahl von Stimmberechtigten. Im Juni hatte bereits der Kanton Genf den Betrieb seines E-Voting-Systems per sofort eingestellt. Dieses war auch von Bern, Aargau und Luzern genutzt worden.

    Genf erklärte, dass die Frist zwischen der Bewilligung Systems durch den Bund bis zu den Wahlen zu kurz sei. In der Schweiz gibt es damit derzeit für Stimmbürger keine Möglichkeit mehr, per Computer abzustimmen und zu wählen.

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