Darum steht die iranische Insel Qeschm im Fokus der USA
Die USA haben mutmasslich die Insel Qeschm angegriffen. Sie liegt strategisch an der Strasse von Hormus und beherbergt Stützpunkte der Revolutionsgarden.

Mehrere US-Medien berichteten laut dem «SRF» von einem begrenzten Angriff der USA auf die Insel Qeschm. Von amerikanischer Seite gab es zunächst keine offizielle Bestätigung, iranische Agenturen meldeten aber Explosionen auf der Insel.
Die Insel liegt vor der Südküste Irans, direkt an der Strasse von Hormus. Ein grosser Teil des global gehandelten Erdöls und Flüssiggases wird durch diese enge Wasserstrasse am Persischen Golf verschifft.
Die Insel beherbergt nach Angaben von Militärexperten einen Marinestützpunkt und unterirdische Raketenanlagen der Revolutionsgarden. Von diesen Anlagen aus liessen sich Schiffe in der Meerenge beobachten oder im Konfliktfall bedrohen, so die Einschätzung.
Iran droht den USA wegen der Insel
Iran meldet laut «Euronews» die höchste Verteidigungsbereitschaft und warnt die USA vor einer weiteren Eskalation. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagte: «Der Ball liegt in Amerikas Spielfeld, um einen Krieg zu verhindern.»
Laut Ghalibaf trafen sich in der vergangenen Woche ranghohe Militärkommandeure und der neue oberste Führer Modschtaba Chamenei. Dabei seien dem Vernehmen nach eine Antwort ohne geografische Grenzen sowie Teherans Recht auf den Zeitpunkt des Kriegsendes festgelegt worden.
Der frühere Aussenminister Manouchehr Mottaki deutet die Formulierung als Hinweis auf US-Stützpunkte in Europa. Ein möglicher Krieg wäre damit laut Mottaki nicht mehr regional, sondern würde über die Region hinausreichen.
Ölpreis und Diplomatie nach dem Angriff
Laut dem «Standard» ist eine Einigung zum Kriegsende zwischen den USA und Iran noch weit entfernt. Dem Regierungsvertreter zufolge werde Teheran die überzogenen Forderungen Washingtons nicht akzeptieren, während derzeit verstärkte diplomatische Bemühungen laufen.
Am Dienstagmorgen kostete ein Fass Brent laut dem «SRF» 106,12 US-Dollar (etwa 86,59 Franken): rund 1,3 Prozent mehr als am Montag. Zu Wochenbeginn war der Preis wegen positiver Signale aus Iran um knapp acht Prozent gefallen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag einen weiteren Angriff nach den Zwischenwahlen verneint. Vizepräsident JD Vance sprach ebenfalls von «guten Gesprächen» und hielt eine Verhandlungslösung mit Teheran für aussichtsreich.












