Der Kreml-Kritiker und frühere Oligarch Michail Chodorkowski hält einen Sturz des russischen Präsidenten Wladimir Putin nur mit Hilfe der Armee des Landes für möglich.
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Der Kreml-Kritiker Chodorkowski. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Kreml-Kritiker fordert weitere Waffenlieferungen an die Ukraine.

Chodorkowski sagte den Fernsehsendern RTL und ntv, es seien inmitten des Ukraine-Kriegs zwar «Erosionen im Mittelbau des Staatsapparates» zu beobachten. Dies werde aber «in naher Zukunft» nicht zu einem Regimewechsel führen.

«Es kann in Russland nur zu einem Aufstand kommen, wenn die Armee begreift, dass sie in der Ukraine verliert oder verloren hat», sagte der im Exil lebende Chodorkowski weiter. «Dann wird Putin ein grosses Problem mit der Armee haben. So war es bisher immer in der russischen Geschichte.» Putin sei «kein Staatsoberhaupt eines regulären Staates», sagte Chodorkowski. «Putin ist ein Bandit, ein Verbrecher.»

Der frühere Chef des russischen Ölkonzerns Yukos, der zwischen 2003 und 2013 in russischer Haft sass, rief den Westen zu weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine auf. «Die Ukraine wird keinen Widerstand leisten können ohne regelmässige Waffenlieferungen», sagte Chodorkowski zu RTL und ntv. «Putin weiss das, die Ukraine weiss das und ich hoffe sehr, dass auch die westlichen Entscheidungsträger das wissen und verstehen.»

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