Der Premierminister Israels wird auf Einladung Wladimir Putins am Oktober nach Sotschi fliegen.
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Israels Premierminister Naftali Bennett. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das geplante Treffen wurde von israelischer und russischer Seite bestätigt.
  • Israels Beziehungen mit Russland gelten insgesamt als gut.
  • Wegen Syrien ist es jedoch mehrmals zu Unstimmigkeiten gekommen.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett trifft Ende kommender Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bennett werde auf Einladung Putins am 22. Oktober nach Sotschi fliegen, wurde am Dienstag über den offiziellen Twitter-Account des israelischen Regierungschefs mitgeteilt.

«Die beiden werden eine Reihe diplomatischer, sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Fragen besprechen, die beide Länder betreffen, sowie wichtige regionale Angelegenheiten, allen voran das iranische Atomprogramm», hiess es weiter. Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte das geplante Treffen.

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Russlands Präsident Wladimir Putin. - keystone

Wie sein Amtsvorgänger Benjamin Netanjahu hat auch Bennett immer wieder betont, Israel werde es dem Iran auf keinen Fall erlauben, Atomwaffen zu erlangen. Israel wirft dem Erzfeind Iran seit Jahren vor, heimlich weiter an der Entwicklung einer Atombombe zu arbeiten. Der jüdische Staat sieht sich durch Teherans Nuklearprogramm in seiner Existenz bedroht.

Beziehungen gelten als gut

Israels Beziehungen mit Russland gelten insgesamt als gut, es ist jedoch mehrfach zu Unstimmigkeiten wegen Syrien gekommen. Russland unterstützt die Regierung von Baschar al-Assad und hat dem syrischen Militär Luftabwehrsysteme geliefert. Damit werden immer wieder israelische Raketen abgefangen.

Israels Armee bombardiert regelmässig Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland. Damit will sie verhindern, dass vom Iran unterstützte Milizen ihren Einfluss dort weiter ausdehnen. Im vergangenen Monat war eine syrische Luftabwehrrakete weiter in Richtung Israel und vor dem Grossraum Tel Aviv über dem Mittelmeer explodiert.

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