US-Justizminister Bill Barr verweigert Aussage zu Mueller-Bericht

    AFP
    AFP

    USA,

    US-Justizminister Bill Barr verweigert eine Aussage vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses zum Bericht von Russland-Sonderermittler Robert Mueller.

    Justizminister Barr im US-Senat
    Justizminister Barr im US-Senat - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der US-Justizminister soll sich geweigert haben, über den Mueller-Bericht zu sprechen.
    • Das sagte der demokratische Ausschussvorsitzende Jerry Nadler am Mittwoch.
    • Bill Barr liess verlauten, dass «unnötige» Bedingungen für die Anhörung gestellt wurden.

    US-Justizminister Bill Bar will nicht vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses zum Mueller-Bericht aussagen. Grund ist, dass der Ausschuss Barr auch durch einen Anwalt befragen lassen will und nicht nur durch die Abgeordneten.

    «Er hat grosse Angst davor, es mit einem ausgebildeten Anwalt zu tun zu bekommen», sagte der Demokrat Jerry Nadler. Der Ausschuss werde sich aber nicht von der Regierung vorschreiben lassen, wie eine Anhörung stattzufinden habe. Nadler drohte damit, Barr vorzuladen.

    Eine Sprecherin des Justizministeriums erklärte, Barr habe sich bereit erklärt, vor dem Justizausschuss auszusagen. Nadler habe aber «beispiellose und unnötige» Bedingungen für die Anhörung gestellt.

    Mueller-Bericht Jerry Nadler
    Der Ausschussvorsitzende Jerry Nadler will Bill Barr unbedingt zum Mueller-Bericht befragen. - AFP/Archiv

    Barr will ungeschwärzte Version zurückhalten

    Nach Angaben Nadlers weigerte sich Barr auch, eine vollständige und ungeschwärzte Version des Mueller-Berichts über die Russland-Affäre auszuhändigen. Auch in diesem Fall drohte der Ausschussvorsitzende mit einem verpflichtenden Antrag.

    Barr sollte am Donnerstag im Justizausschuss des Repräsentantenhauses zu seinem Umgang mit dem Mueller-Bericht befragt werden. Am Mittwoch hatte der Justizminister bereits in einem Senatsausschuss zu dem Thema ausgesagt. Er verteidigte dabei seinen Umgang mit dem Mueller-Bericht.

    Barr wird vorgeworfen, den Inhalt des Berichts in einer vierseitigen Zusammenfassung zu Gunsten Trumps interpretiert zu haben. Darüber war auch Sonderermittler Robert Mueller selbst erbost.

    William Barr Mueller-Bericht
    US-Justizminister William Barr bei der Pressekonferenz zur Veröffentlichung der bearbeiteten Version des Mueller-Berichts. - dpa-infocom GmbH

    Mueller-Bericht entlastete Trump nicht

    Mueller hatte in seiner fast zweijährigen Untersuchung keine hinreichenden Belege für eine Verschwörung mit Russland während des Wahlkampfs 2016 gefunden.

    Vom Verdacht der Justizbehinderung aber entlastete er den Präsidenten ausdrücklich nicht. Der Sonderermittler schilderte vielmehr vielfache Versuche Trumps, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten seines Teams zu sabotieren.

    In der Anhörung durch den Justizausschuss des US-Senats bekräftigte Barr seine Schlussfolgerung. Er sagte, dass das von Mueller zusammengestellte Material «nicht ausreichend» sei. Und dem Präsidenten könne so keine Justizbehinderung von strafbarer Dimension angehängt werden.

    Robert Mueller Sonderermittler Barr
    Der FBI-Sonderermittler Robert Mueller war mit der Zusammenfassung von US-Justizminister Bill Barr unzufrieden. - dpa-infocom GmbH

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    4 Interaktionen
    Russlandaffäre

    MEHR IN NEWS

    Kanton Freiburg
    Kanton Freiburg
    Zürich
    Zürich
    Kanton Zürich
    Kanton Zürich

    MEHR AUS USA

    5 Interaktionen
    Washington
    a
    85 Interaktionen
    US-Midterms
    Mars nasa
    2 Interaktionen
    Houston
    a
    39 Interaktionen
    Krypto-Hack