Jetzt zieht auch Down Under Konsequenzen: Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal weist Australien zwei russische Diplomaten aus.
Viele Länder weisen nach dem Giftanschlag russische Diplomaten aus. Nach den USA und Deutschland zieht jetzt auch Australien Konsequenzen.
Viele Länder weisen nach dem Giftanschlag russische Diplomaten aus. Nach den USA und Deutschland zieht jetzt auch Australien Konsequenzen. - Dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Anschlag auf den Ex-Agenten Skripal in Grossbritannien stellen sich westliche Staaten an die Seite Londons.
  • Die USA, Deutschland, Australien und zahlreiche andere EU- und Nato-Mitgliedsstaaten weisen russische Diplomaten aus.
  • Russland weist nach wie vor jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück.
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Die zwei russischen Diplomaten hätten nunmehr sieben Tage Zeit, das Land zu verlassen, sagte Premierminister Malcolm Turnbull am Dienstag. «Der Angriff (auf Skripal und dessen Tochter) ist Teil eines Musters rücksichtslosen und bewussten Verhaltens des russischen Staates, das eine zunehmende Bedrohung für die internationale Sicherheit darstellt», heisst es in der Mitteilung.

Nach Grossbritannien hatten am Montag eine Reihe von EU-Mitgliedern sowie zahlreiche andere Staaten entscheiden, russische Diplomaten auszuweisen, darunter auch Deutschland. Die beiden nunmehr aus Australien ausgewiesenen Diplomaten stehen nach der Mitteilung Turnbulls unter dem Verdacht, Geheimdienstoffiziere zu sein.

Bei dem Anschlag waren Anfang März Skripal und seine Tochter schwer vergiftet worden. Die Täter nutzten nach derzeitigem Ermittlungsstand ein in der früheren Sowjetunion entwickeltes Gift. Russland weist jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück.

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