Athen: Innerhalb eines Tages 1500 Migranten am Grenzfluss Evros

    Keystone-SDA
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    Griechenland,

    Griechenland hat am Mittwoch 1500 Migranten gestoppt, die den Grenzfluss Evros von der Türkei her überqueren wollten. Athen erhebt Vorwürfe gegenüber Erdogan.

    Evros
    Flüchtlinge auf dem Fluss Evros. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der griechische Grenzschutz hat am Mittwoch 1500 Migranten abgefangen.
    • Diese wollten den Grenzfluss Evros von der Türkei her überqueren.
    • Athen wirft der Türkei vor, diese gezielt nach Griechenland zu bringen.

    Der griechische Grenzschutz hat am Mittwoch innerhalb eines Tages in rund 1500 Fällen Migranten gestoppt. Diese versuchten, von der Türkei aus über den Grenzfluss Evros nach Griechenland zu gelangen.

    Dies sagte der Minister für Bürgerschutz, Takis Theodorikakos, am Donnerstag dem Nachrichtensender Skai. «Ich möchte klarstellen: Es ist ein organisierter Plan der Türkei», sagte Theodorikakos. In zahlreichen Fällen brächten Fahrzeuge türkischer Sicherheitskräfte die Menschen bis an die türkische Seite des Grenzflusses. Dies berichteten Migranten nach ihrer Ankunft.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Athen bei einer Rede vor den Vereinten Nationen (UN) erneut vorgeworfen, Migranten illegal zurück in die Türkei zu drängen. Griechenland nennt die Taktik Ankaras «Pushforward»: Die Migranten würden von türkischen Behörden vor die Wahl gestellt. Sie können zurück nach Syrien gehen, oder aber illegal nach Griechenland einreisen.

    Erdogan
    Erdogan beim G20-Gipfel in Rom - AFP

    Wegen der erhöhten Zahl von Migranten am Evros will Griechenland die Grenze im Nordosten des Landes fast vollständig abriegeln. Die bestehenden 35 Kilometer Grenzzaun werden derzeit um 80 Kilometer verlängert. Auch Bulgarien hat weite Teile seiner Grenze zur Türkei mit einem Zaun abgeriegelt.

    Insgesamt setzt Athen sowohl an Land als auch auf See auf rigorosen Grenzschutz. Dennoch ist es dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge seit Jahresbeginn und bis zum 18. September mehr als 10'000 Menschen gelungen, nach Griechenland einzureisen.

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