Ron DeSantis wird nach «Martha’s Vineyard»-Aktion verklagt

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    USA,

    Gouverneur Ron DeSantis hat eine Klage am Hals: Einige der Migranten, die im Zuge einer Protestaktion ins Landesinnere geflogen wurden, haben Anklage erhoben.

    Ron DeSantis
    Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, hat 50 Migranten nach Martha's Vineyard im Bundesstaat Massachusetts geschickt. Jetzt hat er eine Klage am Hals. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Bundesstaaten an der Grenze sind mit der illegalen Migration masslos überfordert.
    • Deshalb hat DeSantis Migranten in das von Demokraten dominierte Landesinnere geschickt.
    • Jetzt haben einige Migranten den Gouverneur angeklagt: Er habe sie hinters Licht geführt.

    Vor rund einer Woche wurden einige Dutzend Migranten aus Venezuela per Charterflugzeug auf die Ferieninsel Martha's Vineyard verfrachtet. Jetzt haben sie in Boston eine Klage gegen den verantwortlichen Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, eingereicht.

    In der Anklageschrift erheben sie happige Vorwürfe: Gouverneur Ron DeSantis und das Verkehrsministerium Floridas hätten die Not schutzbedürftiger Menschen ausgenutzt. Dies geht aus der Anklage hervor, die in Boston eingereicht wurde. Die Migranten seien mit falschen Versprechen auf die – bei Demokraten äusserst beliebte – Ferieninsel im Bundesstaat Massachusetts geschickt worden.

    Ron DeSantis
    Gemäss Ron DeSantis wäre es die Aufgabe der Bundesregierung, zu verhindern dass täglich hunderte Migranten illegal in die USA einwandern. Um darauf aufmerksam zu machen, hat er rund 50 Migranten nach Martha's Vineyard geschickt. (Archivbild) - Keystone

    Das Leben der Migranten sei «von Gewalt, Instabilität, Unsicherheit und Vertrauensmissbrauch durch korrupte Regierungsbeamte geprägt» gewesen. Dies, wie es sich die meisten Amerikaner kaum vorstellen könnten, heisst es weiter in der Klageschrift.

    Ihre Flucht in die USA sei ein verzweifelter Versuch gewesen. Dies, um «sich und ihre Familien vor Banden-, Polizei- und staatlich geförderter Gewalt und der Unterdrückung politisch Andersdenkender zu schützen.» Sie verdienten genauso viel Würde und Mitgefühl wie jeder andere.

    Ron DeSantis sieht sich im Recht

    Gouverneur Ron DeSantis hatte vergangene Woche unangekündigt Dutzende Migranten per Flugzeug auf die Insel Martha's Vineyard bringen lassen. Sie ist als nobler Ferienort im Bundesstaat Massachusetts bekannt und erfreut sich insbesondere bei Demokraten grosser Beliebtheit.

    Die Migranten waren vom Bundesstaat Texas aus über Florida auf die Insel geflogen worden. Die US-Regierung hatte das Vorgehen scharf kritisiert und als «unmenschlich» bezeichnet. DeSantis hingegen kündigte an, dass es weitere Aktionen geben solle.

    Greg Abbott
    Greg Abbott ist der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas. Auch Texas beteiligt sich an der Protestaktion. (Archivbild) - Keystone

    Auch andere republikanische Gouverneure hatten in den vergangenen Monaten Migranten in demokratisch geprägte Regionen des Landes geschafft. So beispielsweise der Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Er liess zwei Busse voller Migranten in die Nähe der Residenz von US-Vizepräsidentin Kamala Harris in die Hauptstadt Washington bringen.

    Ron DeSantis
    Auch Texas hat jüngst damit begonnen, Migranten ins Landesinnere zu schicken, um die Grenzbehörden zu entlasten. Zwei Busse wurden überdies nach Washington, vor die Privatresidenz von Vize-Präsidentin Kamala Harris geschickt. - Keystone

    Der Grund dafür sei die Migrationspolitik der Biden-Administration. Gemäss Ron DeSantis weigere sich die demokratische Regierung kategorisch, die Grenzen ordnungsgemäss zu sichern. Überdies trage auch die Willkommenspolitik im Landesinneren dazu bei, das Problem der illegalen Migration an den Grenzen zu verschärfen.

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