Anwalt: Altkanzler Schröder lässt Aberkennung von Privilegien prüfen

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    Deutschland,

    Altkanzler Gerhard Schröder wurden sein Büro und seine Mitarbeitenden aberkannt. Den Entscheid will Schröder nun rechtlich prüfen lassen.

    Gerhard Schröder
    Gerhard Schröder, ehemaliger Bundeskanzler. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ausstattung für Gerhard Schröder soll «künftig nicht mehr statusbezogen» erfolgen.
    • Für den Altkanzler bedeutet das die Streichung von Büro und Mitarbeiter.
    • Jetzt will er den Entscheid rechtlich prüfen lassen.

    Gerhard Schröder lässt die im Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages beschlossene Streichung seiner Altkanzler-Privilegien juristisch überprüfen. Einen entsprechenden Bericht des «Spiegel» bestätigte der Rechtsanwalt Michael Nagel am Freitag in Hannover.

    «Ich bitte um Verständnis, dass darüber hinausgehende Fragen zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden», sagte der Jurist der Deutschen Presse-Agentur.

    Nagel hatte Christian Wulff im Prozess um Vorteilsnahme verteidigt, der deutsche Ex-Bundespräsident wurde Anfang 2014 freigesprochen.

    Schröder kostete Staat 2021 400'000 Franken

    Am Donnerstag hatte der Haushaltsausschuss in Berlin für die Abwicklung des Altkanzler-Büros votiert. Die Zustimmung zu einem entsprechenden Antrag der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP ist der vorläufige Höhepunkt der Ächtung des früheren SPD-Chefs wegen seiner anhaltenden Verbindungen zu Russland.

    Aus rechtlichen Gründen wurde die Streichung des Büros allerdings nicht mit Schröders Russland- und Putin-Beziehungen begründet. Vielmehr wird laut dem Ampel-Antrag die finanzielle Unterstützung davon abhängig, ob frühere Top-Politiker tatsächlich noch Aufgaben übernehmen. Schröder nehme keine Verpflichtungen aus seiner Zeit als Bundeskanzler mehr war, hiess es.

    Für Personalausgaben in Schröders Büro waren im vergangenen Jahr mehr als 400'000 Euro aus der Staatskasse geflossen. Anrecht auf ein Ruhegehalt und auf Personenschutz hat der frühere Kanzler dem Beschluss zufolge aber weiterhin. Gerhard Schröder äusserte sich selbst zunächst nicht zu der Sache.

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