Valérie Dittli verlässt Waadtländer Mitte und gründet eigene Partei
Valérie Dittli verlässt die Mitte-Partei. Mit ihrer neuen Gruppierung Mouvement libéral will sie erneut für den Staatsrat kandidieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Valérie Dittli verlässt die Waadtländer Mitte.
- Bei den kommenden Staatsrat-Wahlen tritt sie mit ihrer neugegründeten Bewegung an.
- Zuvor hatte ihr die Mitte die Unterstützung entzogen.
Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli verlässt die Waadtländer Mitte. In einem Interview mit der Zeitung «Le Temps» kündigt sie die Gründung einer neuen Partei an. Für die Gruppierung namens Mouvement libéral wolle sie für eine zweite Amtszeit kandidieren.
Dittli ist in der Waadtländer Kantonsregierung für Landwirtschaft und Digitalisierung zuständig. Wenige Tage vor der Ankündigung hatte sie die Unterstützung des Vorstands der Kantonalpartei und des neunköpfigen Präsidialausschusses verloren.

Sie stehe der Mitte-Partei nicht mehr als Kandidatin zur Verfügung, sagte sie in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Was sie in den letzten Wochen erlebt habe, sei zu schwer geworden. Sie habe keine andere Wahl: «Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr wir versucht haben, den Dialog zu suchen und Lösungen zu finden.»
Ursprünglich sollte die Waadtländer Mitte-Partei am kommenden Mittwoch an einer Delegiertenversammlung darüber entscheiden, ob sie eine erneute Kandidatur Dittlis für die Kantonsregierung unterstützt. Mit ihrem Austritt kommt Dittli den Mitte-Delegierten zuvor. Der erste Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen im Kanton Waadt findet am 28. Februar 2027 statt.










