Valérie Dittli verlässt Waadtländer Mitte und gründet eigene Partei

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Lausanne,

    Valérie Dittli verlässt die Mitte-Partei. Mit ihrer neuen Gruppierung Mouvement libéral will sie erneut für den Staatsrat kandidieren.

    dittli
    Valérie Dittli verlässt die Waadtländer Mitte. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Valérie Dittli verlässt die Waadtländer Mitte.
    • Bei den kommenden Staatsrat-Wahlen tritt sie mit ihrer neugegründeten Bewegung an.
    • Zuvor hatte ihr die Mitte die Unterstützung entzogen.

    Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli verlässt die Waadtländer Mitte. In einem Interview mit der Zeitung «Le Temps» kündigt sie die Gründung einer neuen Partei an. Für die Gruppierung namens Mouvement libéral wolle sie für eine zweite Amtszeit kandidieren.

    Dittli ist in der Waadtländer Kantonsregierung für Landwirtschaft und Digitalisierung zuständig.

    Was sie in den letzten Wochen erlebt habe, sei zu schwer geworden. Sie habe keine andere Wahl: «Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr wir versucht haben, den Dialog zu suchen und Lösungen zu finden.»

    Streit um Verfahren

    Ursprünglich sollte die Waadtländer Mitte-Partei am kommenden Mittwoch an einer Delegiertenversammlung darüber entscheiden, ob sie eine erneute Kandidatur Dittlis für die Kantonsregierung unterstützt. Mit ihrem Austritt kommt Dittli den Mitte-Delegierten zuvor. Der erste Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen im Kanton Waadt findet am 28. Februar 2027 statt.

    Valérie Dittli
    Die Waadtländer Mitte hatte Valérie Dittli die Unterstützung entzogen. - keystone

    Zur Begründung des Bruchs mit ihrer Partei verwies Dittli auf die Abhaltung der Delegiertenversammlung. Sie stört sich am Entscheid, nicht die gesamte Parteibasis entscheiden zu lassen.

    Kantonalpräsident Giancarlo Sergi hatte zuvor argumentiert, das Vorgehen entspreche den Statuten. Dittli und mehrere ihrer Unterstützer vertraten jedoch schon in der Vergangenheit die Ansicht, sie würden dadurch benachteiligt.

    Teil der Parteispitze folgt Dittli

    Laut «Le Temps» verlässt Dittli die Mitte nicht allein. Drei Mitglieder des Präsidialausschusses, Jaqueline Bottlang-Pittet, Laurent Chaubert und Yannick Escher, treten den Angaben zufolge ebenfalls aus.

    «All das lastete sehr schwer auf mir. Ich bin erleichtert, dass diese Personen mir angeboten haben, eine Bewegung aufzubauen, mit der ich mich zu 100 Prozent identifiziere», erklärte die Staatsrätin dazu.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6314 (nicht angemeldet)

    Eben nicht! Sie hat aufgedeckt, dass ihr Vorgänger Steuerrabatte an Reiche verteilt hat, die nicht korrekt waren. Darum will man sie jetzt loswerden. Eine Ungerechtigkeit sondergleichen.

    User #2165 (nicht angemeldet)

    Die hat den Steuerzahler, durch die Unfähigkeit, Millionen von Franken, gekostet !!! Um weiteren Schaden zu verhindern, muss sie verhindert werden !!!

    Weiterlesen

    dittli
    14 Interaktionen
    Lausanne
    31 Interaktionen
    Lausanne

    MEHR IN POLITIK

    MEHR AUS LAUSANNE

    Barbershop
    242 Interaktionen
    Geldwäsche?
    canonica
    13 Interaktionen
    In der Romandie
    Logitech
    «Ctrl Tomorrow»
    Lausanne Coronavirus Budget
    2 Interaktionen
    Lausanne