SVP-Nationalrätin Rüegger: «Neutralität ist Urmutter der Schweiz»
Für Frieden, Sicherheit und Unabhängigkeit braucht es eine starke Neutralität. Ein Gastbeitrag der Obwaldner SVP-Nationalrätin Monika Rüegger.

Warum ist die Neutralität gerade für Frauen so wichtig? Ich schreibe hier nicht nur als Nationalrätin, sondern auch als Vertreterin des Frauenkomitees «Frauen für die Neutralität und Frieden».
Nur wer nicht selbst Partei ist, kann mit allen Seiten sprechen. Nur wer nicht Teil eines Konflikts wird, kann glaubwürdig vermitteln. Und nur wer unabhängig bleibt, kann einen echten Beitrag zum Frieden leisten. Genau dafür steht die schweizerische Neutralität.
Schutz vor Krieg und Zerstörung
Neutralität bedeutet nicht, dass wir gleichgültig wegschauen und dass uns das Leid der Menschen in den Kriegsgebieten nicht berührt. Im Gegenteil: Die Schweiz soll helfen – mit humanitärer Unterstützung, mit ihren Guten Diensten, mit Diplomatie und Dialog. All dies kann sie dank der Neutralität.

Gerade wir Frauen, Mütter und Grossmütter dürfen nicht schweigen, wenn die Gefahr wächst, dass sich die Schweiz in fremde Konflikte hineinziehen lässt. Denn Kriege bringen Tod, Leid und Zerstörung. Und sie treffen besonders jene Menschen, die keine Verantwortung dafür tragen: Familien, Kinder, ältere Menschen und Kranke.
Wir wollen nicht, dass unsere Söhne, Ehemänner und Partner eines Tages in fremde Kriege ziehen müssen.
Neutralität ist heute wichtiger denn je
Die Neutralität hat unserem Land über Generationen Frieden, Sicherheit und Unabhängigkeit ermöglicht. Gerade angesichts der zahlreichen Kriege und der zunehmenden Spannungen zwischen den Grossmächten ist sie heute wichtiger denn je.
Die Neutralität ist so etwas wie die Urmutter der Schweiz: Sie schützt. Sie vermittelt. Sie stiftet Frieden. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht es am 27. September auch ihr Ja zur Neutralitätsinitiative!
Zur Autorin
Monika Rüegger (*1968) ist Obwaldner SVP-Nationalrätin.












