Stimmbeteiligung liegt bei nur 48 Prozent

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Abstimmungen von heute Sonntag verzeichneten eine durchschnittliche Beteiligung. Sie lag bei rund 48 Prozent.

    Die SVP konnte nicht mehr Leute an die Urne locken.
    Die SVP konnte nicht mehr Leute an die Urne locken. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 52 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich nicht beim Urnengang heute Sonntag.
    • Am meisten stimmten die Bürgerinnen und Bürger aus Schaffhausen ab.

    Die Kampagne zur Selbstbestimmungsinitiative war lange und intensiv, die Mobilisierung dann aber trotzdem nur durchschnittlich. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 48 Prozent. Im langjährigen Vergleich ist das ein durchschnittlicher Wert.

    Ähnliche Beteiligungen errichten die Hornkuh-Initiative und die Vorlage zu den Sozialdetektiven. Am letzten Abstimmungstermin im September waren weniger Stimmberechtigte an die Urne gegangen. Damals wurde über zwei Landwirtschaftsinitiativen und den Veloartikel abgestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei 37 Prozent.

    Schaffhausen an der Spitze

    Mit einer Stimmbeteiligung von rund 67 Prozent lag der Kanton Schaffhausen heute Sonntag wie üblich an der Spitze. Dort gilt faktisch Stimmzwang. Im Kanton Basel-Stadt war die Stimmbeteiligung mit 56 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich hoch. In Obwalden gingen 54,8 Prozent der Stimmenden an die Urne, in den Kantonen Jura und Neuenburg hingegen weniger als 42 Prozent.

    Seit 1971 betrug die durchschnittliche Stimmbeteiligung in der Schweiz rund 43 Prozent. Über die vergangenen zehn Jahre hinweg war sie auf über 46 Prozent gestiegen. Der Höchststand im Jahresdurchschnitt erreichte sie 2014 mit 52,4 Prozent.

    Die höchste Stimmbeteiligung seit Einführung des Frauenstimmrechts kam bei der EWR-Abstimmung von 1992 zustande, als 78,7 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gingen. Die Initiative «gegen die Überfremdung und die Überbevölkerung der Schweiz» (1974) und die GSoA-Initiative zur Abschaffung der Armee (1984) waren auf rund 70 Prozent gekommen. An der Abstimmung über das Tierseuchengesetz nahmen 2012 lediglich 27,6 Prozent teil.

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