Ständerat

    Ständerat beharrt auf beschränktem Teilnahmerecht an Strafprozessen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Bei der Revision der Strafprozessordnung ist weiterhin nicht klar, ob Beschuldigte wie heute an Einvernahmen anderer Beschuldigter teilnehmen dürfen. Der Ständerat möchte die Teilnahmerechte weiterhin beschränken, der Nationalrat nicht.

    ständerat
    Gemäss Ständerat soll die Staatsanwaltschaft einen Ausschluss anordnen können, wenn die beschuldigte Person ausserhalb des Haftverfahrens noch nicht einvernommen worden ist. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Ständerat folgte am Dienstag mit 32 zu 11 Stimmen der Mehrheit seiner Rechtskommission (RK-S).

    Demnach sollen im gleichen Verfahren beschuldigte Personen unter gewissen Umständen bei einer Einvernahme von weiteren Beschuldigten ausgeschlossen werden können.

    Gemäss Ständerat soll die Staatsanwaltschaft einen Ausschluss anordnen können, wenn die beschuldigte Person ausserhalb des Haftverfahrens noch nicht einvernommen worden ist. Damit werde die heutige Praxis nicht fundamental geändert, sagte Kommissionssprecher Daniel Jositsch (SP/ZH).

    Auch der Bundesrat will die Teilnahmerechte beschränken. Er argumentiert mit Fällen, in denen mehrere Bandenmitglieder beschuldigt sind. Die Teilnahmerechte seien das Herzstück der Revision, sagte Justizministerin Karin Keller-Sutter. Nichts zu tun «würde in der Praxis eine gewisse Enttäuschung auslösen».

    Die unterlegene Minderheit will beim geltenden Recht bleiben und zu Gunsten fairer Verfahren die Teilnahmerechte nicht einschränken. Der Eingriff in die Strafprozessordnung werde allein von den Staatsanwälten verlangt, monierte Beat Rieder (Mitte/VS) und forderte, das Vorhaben zu unterbinden.

    Wie die Minderheit will es auch der Nationalrat halten. Er ist nun wieder am Zug.

    In der seit 2011 geltenden Strafprozessordnung werden einzelne Punkte angepasst. Schon kurz nach deren Inkrafttreten wies die Praxis auf Probleme hin, es folgten parlamentarische Vorstösse. Der Bundesrat hat die Anliegen nun in einer Vorlage zusammengefasst.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Deutschland Halloween
    597 Interaktionen
    Läden in Angst
    Ueli Schmezer
    42 Interaktionen
    Ueli Schmezer

    MEHR STäNDERAT

    josef dittli
    3 Interaktionen
    Attinghausen UR
    5 Interaktionen
    Bern
    Lebensmittel Tisch Eier Nüsse Apfel Avocado Weintrauben Tomaten
    14 Interaktionen
    Bern
    Ständerat
    59 Interaktionen
    EU-Vertragspaket

    MEHR AUS STADT BERN

    Nora Joos Velo Asylsuchende
    11 Interaktionen
    «Ein guter Anfang»
    1 Interaktionen
    Bern
    7 Interaktionen
    Bern
    Futsal Minerva
    3 Interaktionen
    Champions League