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    Palästinenserhilfswerk UNRWA soll kein Schweizer Geld mehr erhalten

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach der Nationalratskommission befindet nun auch die Ständeratskommission, dass die Schweiz dem Palästinenserhilfswerk UNRWA kein Geld mehr geben solle.

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    Die Ständeratskommission lehnte es ab, UNRWA das Geld ohne geografische Vorgaben zu überweisen und dass diese den Beitrag entsprechend der Dringlichkeit verwenden können sollte. (Archivbild) - keystone

    Die Schweiz soll ihre Zahlungen an das Uno-Palästinenserhilfswerk UNRWA umgehend einstellen. Die zuständige Ständeratskommission unterstützt mit Stichentscheid ihres Präsidenten eine entsprechende Forderung aus der SVP-Fraktion.

    UNWRA: Kommt der Auftrag an den Bundesrat durch?

    Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats (APK-S) unterstützte die Motion von SVP-Nationalrat David Zuberbühler (AR). Bei 6 zu 6 Stimmen lieferteKommissionspräsident Marco Chiesa (SVP/TI) den Stichentscheid. Das teilten die Parlamentsdienste am Dienstag mit.

    Sollte die Schweiz Geld an das Hilfswerk UNRWA zahlen?

    Der Ständerat entscheidet voraussichtlich in der Frühjahrssession darüber. Unterstützt er die Motion, muss der Bundesrat handeln.

    Kritik an Nationalratsentscheid

    Die Mehrheit der APK-S befand, dass die Schweiz keine Organisationen unterstützen sollte, die möglicherweise mit Terrorismus in Verbindung stehen. Andere Organisationen könnten die Aufgaben der UNRWA übernehmen.

    philippe lazzarini
    Der Schweizer Philippe Lazzarini ist Generalkommissar des UNO-Palästinenserhilfswerks UNRWA (Archivbild). - keystone

    Die Minderheit hingegen fand, dass die Arbeit des Uno-Hilfswerks in der Region unentbehrlich sei. Würden die Zahlungen an die UNRWA eingestellt, hätte dies dramatische Folgen für die Zivilbevölkerung.

    Der Nationalrat hatte die Motion im September mit 99 zu 88 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten SP, Grüne und GLP. FDP und Mitte waren in der Sache gespalten, und die SVP unterstützte die Motion.

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    Starke Regenfälle haben im Gazastreifen Tausende Zelte von Vertriebenen überflutet und die Not weiter verschärft. (Archivbild) - keystone

    Der Nationalratsentscheid löste heftige Kritik aus. Rund zwanzig ehemalige Schweizer Staatssekretäre, Botschafter und Nahost-Spezialisten forderten den Ständerat in einem Brief auf, die UNRWA-Zahlungen nicht einzustellen.

    Kommentare

    User #5563 (nicht angemeldet)

    Als Ersatz kann man ihnen auch eine Tunnelbohrmaschine spenden und noch so Zeugs von der Ruag.

    User #4264 (nicht angemeldet)

    @4564 Ziemlich aus dem Zusammenhang. Organisierte Kriminlität weiter mit Hilfsgeldern fördern? Information wo die Hilfsgelder landen bzw. wer sie schlussendlich wozu verwendet ist sehr empfehlenswert.

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