Rösti unterstreicht bei Arbeitstreffen Bedeutung der Neat-Zufahrten
Verkehrsminister Albert Rösti betont die Bedeutung der Neat-Zufahrten für den Schienengüterverkehr bei Arbeitsbesuchen in Deutschland und Italien.

Der Schweizer Verkehrsminister Albert Rösti hat bei Arbeitsbesuchen in Deutschland und Italien die Bedeutung der Neat-Zufahrten für einen starken Schienengüterverkehr hervorgehoben. Laut seinem Departement zieht Bundesrat Rösti eine positive Bilanz der Treffen mit verschiedenen Regierungsvertretern.
In Berlin traf Rösti am Montag den neuen deutschen Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder. Laut der Mitteilung von Röstis Departement vom Dienstag sagte der Bundesrat bei diesem Gespräch, «die Koordination der Baustellen sowie ausreichende Kapazitäten auf den Ausweichstrecken seien essenziell für einen qualitativ hochstehenden Schienengüterverkehr auf der Nord-Süd-Achse».
Rösti habe auch die Bedeutung der Gäubahn-Linie Stuttgart-Schaffhausen als Ersatzstrecke für den Schienengüter- wie auch für den Personenverkehr hervorgehoben, hiess es weiter. Auch das grosse Potenzial der EC-Verbindung Zürich-München, welche auf Infrastrukturausbauten auf deutscher Seite angewiesen sei, habe Bundesrat Rösti angesprochen.
Vereinbarungen zwischen Schweiz und Deutschland
1996 schlossen die Schweiz und Deutschland eine Vereinbarung über die nördlichen Neat-Zufahrtstrecken sowie die Integration der Ostschweiz. Die Schweiz erhielt damit laut damaligen Aussagen die Garantie, dass die grenzüberschreitenden Neat-Anschlüsse auf deutscher Seite jederzeit über ausreichende Kapazitäten verfügen würden.
Danach hinkte Deutschland bei der Umsetzung aber lange hinterher. Es geht insbesondere um den Ausbau verschiedener Abschnitte der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel auf vier Gleise.
Arbeitsgespräche in Berlin
In Berlin traf Rösti auch die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katharina Reiche. Themen waren Strominfrastruktur und Wasserstoff. Mit dem deutschen Minister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger, besprach Rösti unter anderem den geplanten Gipfel zu Künstlicher Intelligenz 2027 in Genf.
Bei einem Gespräch mit dem italienischen Verkehrsminister und Vizeregierungschef Matteo Salvini dankte Rösti Salvini für die Fortschritte Italiens beim Ausbau der südlichen Eisenbahn-Zulaufstrecken zur Neat. Das Treffen fand am Dienstag in Rom statt.
Sicherheit von Güterwagen im Fokus
Ohne leistungsfähige Schienenverkehrsachsen südlich der Alpen könnten die modernen Basistunnel ihre Wirkung für die Verlagerung des Güterverkehrs nicht voll entfalten, sagte Rösti laut dem Communiqué des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).
Weiter erläuterte Rösti seinem italienischen Amtskollegen die Massnahmen für die Sicherheit von Güterwagen, welche die Schweiz am 11. September 2025 aufgrund des Untersuchungsberichts zum Unfall im Gotthard-Basistunnel ergriff.






