Rettungsdienste in der Schweiz erhalten erst ab Mitte 2022 automatisch präzisere Standortinformationen, wenn jemand per Handy einen Notruf absetzt.
Ambulanz drei Teenager sterben.
Eine Ambulanz im Einsatz (Symbolbild). - Keystone

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Inkraftsetzung der entsprechenden Bestimmungen für die Mobilfunkanbieter um ein halbes Jahr verschoben. Ursprünglich sollten sie ab dem 1. Januar gelten.

Die Landesregierung begründete den Schritt in ihrer Mitteilung damit, dass der technische Aufwand grösser sei als erwartet und zum Teil für die Schweiz geeignete standardisierte Lösungen fehlten. Die nötige Technologie werde derzeit entwickelt.

Bei den Änderungen der Verordnung des Bundesrats geht es einerseits darum, dass bei Anrufen ab Mobiltelefonen automatisch der Standort des Geräts an die Notrufzentrale übermittelt wird. Andererseits geht es um Notrufe, die von modernen Fahrzeugen nach Unfällen abgesetzt werden, auch wenn der Fahrer oder die Fahrerin dazu nicht mehr in der Lage ist.

Die rechtlichen Grundlagen für die Übermittlung der Standortdaten wurden mit der letzten Revision des Fernmeldegesetzes geschaffen.

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