Parmelin will «keine Rechnungskopien mehr zusenden»

Keystone-SDA
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Bern,

Bundespräsident Guy Parmelin hat am Montag in Eriwan mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni über die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS gesprochen.

Parmelin
Guy Parmelin ist am Montag in Armenien zu Gast. - X

Das Wichtigste in Kürze

  • Guy Parmelin und Giorgia Meloni haben sich am Rande eines Treffens unterhalten.
  • Es ging dabei um die Rechnungen rund um die Brandkatastrophe von Crans-Montana.
  • Man werde den Opfer-Familien keine Rechnungskopien mehr zustellen, so Parmelin.

Am Rande des Treffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien hat Bundespräsident Guy Parmelin mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni gesprochen.

Gemäss einem Beitrag auf X hat er ihr bestätigt, dass der Bundesrat die Frage nach der Verrechnung der Spitalleistungen der Brandopfer von Crans-Montana VS angehen werde.

Dabei würde sich der Bundesrat auf die rechtlichen Bestimmungen stützen, schrieb der Bundespräsident weiter. Zusammen hätten sie zudem vereinbart, dass die zuständigen Behörden beider Länder in Kontakt blieben.

Meloni habe «politische Zusage» erhalten

Der italienische Regierungssitz – der Palazzo Chigi – teilte mit, Meloni habe im Laufe des Gesprächs von Parmelin eine «politische Zusage» erhalten, dass italienischen Familien «keine Kosten für die in der Schweiz erbrachten Spitalbehandlungen in Rechnung gestellt werden», wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos schrieb.

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Der Eingang der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana, wo in der Silvesternacht Dutzende junge Menschen ums Leben kamen. - keystone

In seinem Beitrag auf X hielt Parmelin weiter fest, dass die beim Brand von Crans-Montana verletzten Personen und ihre Familien für die in der Schweiz «unmittelbar» nach der Katastrophe erbrachten medizinischen Leistungen nichts bezahlen müssten.

Falls diese Kosten nicht durch Versicherungen gedeckt seien, würden sie von der Opferhilfe übernommen.

Schweiz wird «Familien der Opfer keine Rechnungskopien mehr zusenden»

«Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die Schweiz den Familien der Opfer keine Rechnungskopien mehr zusenden», schrieb der Bundespräsident weiter.

Die Kopien seien lediglich zur Kontrolle gesendet worden, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen kürzlich mit. Die Rechnungen würden an die ausländischen Krankenversicherer gestellt.

Beim Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, 115 Personen wurden verletzt. Unter den Opfern waren auch italienische Staatsangehörige.

Kommentare

User #1306 (nicht angemeldet)

Wann kann ich mir meine Beisserchen auf Italiens Staatskosten sanieren lassen?

User #1515 (nicht angemeldet)

Der Moment, wenn dein Taschenrechner-Verlauf peinlicher ist als dein Google-Suchverlauf.

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