Für viele Tiger-Jets bedeutet die neue Armeebotschaft Ruhestand. Denn der Bundesrat will die Flugis ausser Dienst stellen und verkaufen. Dafür leistet sich der Bundesrat Schutzwesten und Rega-Jets.
Philippe Rebord erklärt die Hintergründe zu den Rega-Jets. - Nau

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat hat die Armeebotschaft 2018 verabschiedet.
  • Etwa die Hälfte der F5-Tiger-Kampfflugzeuge soll verkauft werden – dafür folgen zwei neue Rega-Jets.
  • Weiter Schwerpunkt der Botschaft ist die Ausrüstung der Truppen.
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Am heutigen Mittwoch hat der Bundesrat die Armeebotschaft 2018 verabschiedet. Dabei wird der Verpflichtungskredit von insgesamt rund zwei Milliarden Franken auf das Rüstungsprogramm, auf die Rahmenkredite für Armeematerial und auf das Immobilienprogramm VBS aufgeteilt.

Interessanter Schwerpunkt der diesjährigen Botschaft: Der Bundesrat will nicht mehr benötigte Systeme ausser Dienst stellen. Dazu gehört beispielsweise rund die Hälfte der F5-Tiger-Kampfflugzeuge. Die verbleibenden 26 Flugzeuge sollen zur Entlastung der F/A-18 von Nebenaufgaben weiterhin eingesetzt werden. Mit dieser Massnahme wird die Nutzungsdauer der F/A-18 bis 2030 verlängert.

tiger kampfjet Schweizer Armee
Ein F5-Tiger-Jet der Schweizer Armee in der Luft. (Symbolbild) - Keystone

Zukauf von Rega-Jets

Ein zweiter Schwerpunkt der Armeebotschaft 2018 betrifft das Ziel der Ausrüstung der Truppe weiter zu ergänzen. Dazu beschafft die Armee unter anderem modulare Bekleidung und Ausrüstungen im Wert von 377 Millionen Franken. Rund die Hälfte des Betrags ist für den ballistischen Körperschutz, also Schutzwesten, vorgesehen.

Weiter besteht beim Bund ein Bedarf an zusätzlichen Lufttransportkapazitäten. Deshalb sollen zwei Occasion-Jets der Rega her. Mit dem Kauf dieser beiden Jets kann der Bund künftig auf teure Einmietungen verzichten. Denn bislang mussten für Transporte der Swisscoy oder etwa für Einsätze humanitärer Hilfsaktionen zusätzliche Flugzeuge gemietet werden.

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