Parlament

    Parlament fordert härtere Strafen im Jugendstrafrecht

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Schwer kriminelle Jugendliche sollen härtere Strafen erhalten. Das fordert das Parlament. Der Ständerat hat am Donnerstag als Zweitrat eine von vier Forderungen einer Motion von Nina Fehr Düsel (SVP/ZH) gutgeheissen.

    sds fehr düsel
    Nina Fehr Düsel (SVP). - zVg

    Konkret soll der maximale Freiheitsentzug ab 16 Jahren von vier auf sechs Jahre und bei 15-Jährigen von einem auf zwei Jahre erhöht werden. Beide Räte stimmten diesem Motionspunkt zu. Nun muss der Bundesrat eine entsprechende Verschärfung des Jugendstrafrechts vorbereiten. Über die Vorlage wird später erneut das Parlament entscheiden.

    Die weiteren Forderungen des Vorstosses von Fehr Düsel lehnte der Ständerat ab. Der Nationalrat wollte zusätzlich neu im Gesetz verankern, dass bei schweren Verbrechen künftig unbedingte Strafen gegen Jugendliche ausgesprochen werden können. Sie sollten nach dem Erwachsenenstrafrecht beurteilt werden. Und wenn ein Jugendlicher bei Massnahmen nicht kooperiert, sollte er nach Ansicht der grossen Kammer ins Gefängnis müssen.

    Im Ständerat setzten sich dagegen die Anträge der Rechtskommission (RK-S) durch. Die Mehrheit will sich auf eine «gezielte Verschärfung» des Jugendstrafrechts fokussieren, wie Kommissionssprecher Daniel Jositsch (fraktionslos/ZH) sagte.

    Die Kommission stützte sich bei ihrer Einschätzung auf zwei Berichte – einen Postulatsbericht des Bundesrats sowie einen Zusatzbericht der Verwaltung zu jugendlichen Intensivtätern. Bei Letzteren sah die Ständeratskommission «einen gewissen Handlungsbedarf».

    Mit der Erhöhung des maximal zulässigen Strafmasses solle insbesondere bei den wenigen Jugendlichen, die schwere Gewaltdelikte begangen haben und bei denen die Schutzmassnahmen nicht die gewünschte Wirkung zeigen, eine angemessene Sanktionierung ermöglicht werden. Die übrigen Punkte der Motion griffen aus Sicht einer Mehrheit im Ständerat zu stark in das bewährte System des Jugendstrafrechts ein.

    Kommentare

    User #4542 (nicht angemeldet)

    Für das bin ich schon lange, aber es muss wieder von Rechts kommen...Da müssen sich die Ror/Grünen/Mitte usw. nicht verwundern, wenn sie bei Wahlen abstürzen!

    User #4723 (nicht angemeldet)

    Härtere Strafen. Ja. Unbedingt.

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