Nationalrat

    Nationalrat wegen Antisemitismus besorgt um Schweizer Image

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Antisemitismus nimmt auch in der Schweiz zu. Das macht dem Nationalrat Sorgen – die Kammer fordert den Bundesrat nun zum Handeln auf.

    Juden Antisemitismus
    In Deutschland hat sich die Lage für Juden seit dem 7. Oktober 2023 stark verschlechtert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Image der Schweiz könnte durch den zunehmenden Antisemitismus leiden.
    • Der Nationalrat will nun einen bundesrätlichen Bericht dazu.
    • Aussenminister Ignazio Cassis warb für ein Nein zum entsprechenden Postulat.

    Der Bundesrat soll in einem Bericht darlegen, welche Massnahmen dazu dienen können, der aussenpolitischen Dimension des zunehmenden Antisemitismus in der Schweiz zu begegnen. Das verlangt der Nationalrat von der Landesregierung.

    Er hat am Dienstag einstimmig ein Postulat seiner aussenpolitischen Kommission (APK-N) mit dieser Forderung angenommen.

    Macht Ihnen der zunehmende Antisemitismus Sorgen?

    Die Kommission begründete ihren Vorstoss unter anderem mit der Aussage, der Antisemitismus breite sich aus. Und es gebe ernst zu nehmende Hinweise, dass Kräfte aus dem Ausland den Antisemitismus in der Schweiz gezielt anheizten.

    Die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland hänge auch von diesem Thema ab – gerade auch deshalb, weil die Schweiz Depositarstaat der Genfer Konventionen zum humanitären Völkerrecht sei.

    Cassis: Schweiz wird bisher nicht kritisiert

    Bundesrat Ignazio Cassis warb für ein Nein zum Postulat. Die Bekämpfung von Antisemitismus sei primär eine innenpolitische Aufgabe – die Bekämpfung aussenpolitischer Auswirkungen von Antisemitismus sei dem nachgelagert.

    Die Schweiz sei bisher nicht Zielscheibe entsprechender Kritik geworden. Falls sich das ändere, würde es durch das Medien-Monitoring des Bundes registriert.

    Ignazio Cassis
    Bundesrat Ignazio Cassis im Parlament. - keystone

    Cassis verwies auch auf eine Motion, welche am Donnerstag im Nationalrat behandelt wird und die der Bundesrat zur Annahme empfiehlt. Sie stammt von der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats, welche eine Strategie und einen Aktionsplan gegen Rassismus und Antisemitismus fordert.

    Der Schweizer Aussenminister sagte weiter, er sei konsterniert über den Angriff vom vergangenen Samstag auf einen Juden in Zürich. Der Bundesrat verurteile Antisemitismus in aller Form.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Kantonsrat Zürich
    Kantonsrat ZH
    31 Interaktionen
    Im Inland
    EM 2025 Schweiz
    23 Interaktionen
    Sportförderung

    MEHR NATIONALRAT

    Jon Pult
    143 Interaktionen
    Jon Pult
    Reto Nause
    3 Interaktionen
    «Go for it»
    Dominik Blunschy Die Mitte
    12 Interaktionen
    Mitte-Nationalrat
    13 Interaktionen
    Solothurn

    MEHR AUS STADT BERN

    Harris
    48 Interaktionen
    Besuch
    Europarat Bundesstadt Marieke Kruit
    84 Interaktionen
    Kruit reagiert
    Parkieren
    78 Interaktionen
    Preisvergleich
    Marc Käppeli
    3 Interaktionen
    Marc Käppeli