Kopf der 1. Mai-Kundgebung in Basel biegt unbewilligt ab
Über 1000 Menschen haben sich am 1. Mai in Basel anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit am Messeplatz versammelt. Die Demonstration blieb zunächst friedlich, wobei ein Teil der Demonstrierenden nach der Mittleren Brücke unbewilligt abbog.

Statt geradeaus zum Marktplatz zu ziehen, bog der Kopf der Demonstration bei der Ankunft im Grossbasel nach 11 Uhr nach rechts in die Schifflände ab – ein unbewilligter Umweg, wie es aus einem Lautsprecher hiess. Kurz darauf flogen aus der Menge mit Farbe gefüllte Gegenstände auf das Hotel Trois Rois und hinterliessen Flecken auf der Fassade.
Die Spitze zog weiter zum Universitätsspital Basel, wo eine Rede gehalten wurden. Die Demonstrierenden kritisierten die Arbeitsverhältnisse für Pflegende und es hiess, Spitäler würden wie Unternehmen geführt und es werde auf Kosten der Mitarbeitenden gespart. Auch kritisierten sie den Nationalrat, der die Pflegeinitiative «abgeschmettert» habe.
Der Demonstrationszug hatte sich pünktlich um 11 Uhr vom Messeplatz aus in Bewegung gesetzt. Dabei wurden verschiedentlich antikapitalistische und antiimperialistische Parolen skandiert und Lieder gesungen. Kurz nach 11 Uhr richteten sie sich gegen die USA und gegen Israel.
Zwischendurch hielt die Demonstration an und es wurden kurze Reden gehalten. In der Clarastrasse bezeugten die Demonstrierenden ihre Solidarität mit den Palästinensern. «Wir sind alle Kinder Gazas» hiess es etwa auf Französisch. Auf dem Claraplatz wurden imperialistische Kriege kritisiert, und auf der Mittleren Brücke das patriarchale System.










