Ruag

    Insider zu Panzer-Pannenserie: «Ruag hat Unterhalt nicht im Griff»

    Die Ruag steht nach der erneuten Pannenserie bei den M113-Schützenpanzern in der Kritik.

    M113
    Ein Schützenpanzer der M113-Flotte. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Insider sieht den fehlerhaften Unterhalt für neue M113-Ausfälle mitverantwortlich.
    • Die Armee fand Metallteile im Öl und Mängel bei der Revision.
    • Die Ruag weist die Vorwürfe zurück und verweist auf das hohe Alter der Panzer.

    Nach dem Mitte Februar verhängten Fahrverbot sind einige Dutzend M113-Schützenpanzer der Schweizer Armee wieder fahrbereit.

    Die übrigen Fahrzeuge befänden sich im stationären Betrieb. Das teilte ein Armee-Sprecher auf Anfrage von Keystone-SDA am Montag mit.

    Doch nun geraten nicht nur die über 60 Jahre alten Fahrzeuge in die Kritik – sondern auch die Ruag.

    Bist du schon einmal Panzer gefahren?

    Ende 2023 musste die Armee alle 238 M113 wegen Problemen an der Antriebswelle stilllegen. Erst rund zwei Jahre später waren sie wieder einsatzbereit.

    Doch schon im Februar folgte das nächste Grounding! Grund war ein Defekt am Seitenantrieb, der Probleme beim Lenken und Bremsen verursachen könnte.

    Insider erhebt schwere Vorwürfe!

    Doch: Das Alter der Panzer sei nicht das einzige Problem, berichtet der «Blick». Laut Quellen aus dem Umfeld liegt die Ursache auch bei der Ruag.

    «Das Problem ist vielmehr, dass die Ruag den Unterhalt nicht im Griff hat», sagt der Insider gegenüber der Zeitung.

    Der bundeseigene Rüstungskonzern wartet die Fahrzeuge für die Armee. Dabei sollen Fehler passiert sein, die weitere Defekte ausgelöst hätten.

    Die Armee bestätigt Mängel bei den Instandhaltungs-Arbeiten. Vor dem zweiten Grounding seien Metallteile im Öl entdeckt worden.

    Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass fehlerhafte Lagerdeckel und verwendete Dichtmasse zur Panne beigetragen hätten.

    Die Ausfälle seien deshalb nicht nur auf das Alter der Panzer zurückzuführen, sondern auch auf Fehler bei der Revision.

    Ruag weist Vorwürfe zurück

    Die Ruag weist die Vorwürfe gegenüber dem «Blick» zurück. Nach ersten internen Untersuchungen seien die Probleme nicht allein auf fehlerhaft eingebaute Teile zurückzuführen.

    Vielmehr hätten sowohl einzelne Bauteile als auch das Alter der mehr als 60 Jahre alten M113 zu den Defekten beigetragen.

    Eine abschliessende Beurteilung sei derzeit noch nicht möglich, da die Untersuchungen weiterhin laufen.

    Gemeinsam mit der Armee arbeitet die Ruag daran, eine langfristige und zuverlässige Lösung für die Fahrzeuge zu finden.

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    Kommentare

    User #4593 (nicht angemeldet)

    Ich habe in meiner Bundeswehrzeit 15 Monate als Panzerfahrer gedient Und davon 12 Monate den M 113 A1 gefahren. War ein rubuster und einfach zu fahren. Frage mich warum die RUAG das nicht hinbekommt und was ist mit den 400 Stück M113 Panzern in einem Stollen im Walis passiert. Das wären ja wohl genug Ersatzteile Spender gewesen. Der damalige Wehrminister Ueli Maurer hat da wohl zu Recht einen Wutanfall und Schnapp Atmung bekommen.

    User #5430 (nicht angemeldet)

    Verdammte Schlamperei, auch wieder Ruag, stets all Panzer Wartung, Unterhalt. Führung?, Wille? Missbrauch Uns Steuer- gelder. Emens Vertrauensbruch gegenüb- er Bevölkerung. - 1/2 sofort.

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