Illegale Prognoseplattformen bieten Wetten zur Fussball-WM an
Die Interkantonale Geldspielaufsicht hat sich anlässlich der Fussball-WM einer europäischen Erklärung gegen sogenannte Prognosemärkte angeschlossen.

Mit der Fussball-Weltmeisterschaft der Männer rücken sogenannte «Prediction Markets» in den Fokus von Regulierungsbehörden wie der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa).
Diese schloss sich am Mittwoch einer europäischen Erklärung gegen sogenannte Prognosemärkte an. Gemeinsam mit den Behörden aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien will die Gespa Konsumentinnen und Konsumenten auf Risiken sensibilisieren, die mit solchen Plattformen verbunden sind.
«Für Einsätze auf diesen Plattformen gilt der Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes nicht», wurde Gespa-Direktor Manuel Richard in der Mitteilung zitiert. Es existierten keine gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmechanismen wie Jugendschutz und Spielsuchtprävention. Massnahmen gegen Manipulation, Insidergeschäfte und Geldwäsche würden die Plattformen keine ergreifen.
Die Gespa betrachte diese Plattformen als «Geldspielangebote im Sinne des Gesetzes». In ihrer Erklärung schrieb die Behörde: «Wenn ausländische Anbieter in der Schweiz ohne Bewilligung Wetten anbieten, ist dies in jedem Fall illegal.» In diesen Fällen würde die Gespa den Zugang zu der entsprechenden Webseite sperren.
Bei diesen Prognosemärkten handelt es sich um Handelsplattformen, auf denen auf den Ausgang zukünftiger Ereignisse aus Sport, Politik oder Wirtschaft gewettet werden kann. Allein auf der Plattform Polymarket seien Wetteinsätze von rund 2,5 Milliarden US-Dollar auf den Fussballweltmeister platziert worden.






