Ignazio Cassis spricht ist für Wahl von zwei Frauen in den Bundesrat

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    Bern,

    Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann werden den Bundesrat verlassen. Als Nachfolge werden von verschiedenen Seiten zwei Frauen gefordert.

    Bundesrat Ignazio Cassis
    Bundesrat Ignazio Cassis an einer Medienkonferenz. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Insgesamt treten zur Bundesratswahl vier Frauen an, drei von der CVP und eine von der FDP.
    • Ignazio Cassis favorisiere «absolut» eine reine Frauenwahl.

    Nach Ansicht von Bundesrat Ignazio Cassis sollen zwei Frauen als Nachfolgerinnen für Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) in die Landesregierung gewählt werden. Er favorisiere «absolut» eine Frauenwahl, sagte er im Interview mit «Le Matin Dimanche».

    Insgesamt treten zur Ersatzwahl im Dezember vier Frauen an, drei von der CVP und eine von der FDP. «Generell ist es in allen Entscheidungsgremien besser, ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen zu haben», erklärte der Aussenminister. Zugleich betonte der Tessiner, dass es Sache des Parlaments sei, zu entscheiden. «Ich weiss, dass das Geschlecht nicht das einzige Kriterium ist, das zählt.»

    «Schreckliches Signal»

    Ein Departementswechsel wäre für den amtsjüngsten Bundesrat eine «Frustration». «Ich habe in diesem Jahr so viel in Emotionen, Überlegungen und Strategien investiert», dass «das Verlassen des Departements jetzt ein schreckliches Signal für meine Mitarbeiter wäre», sagte der 57-Jährige.

    Um die Nachfolge von Verkehrsministerin Doris Leuthard sind vier Politiker im Rennen. Es handelt sich um die Nationalrätinnen Viola Amherd (VS) und Elisabeth Schneider-Schneiter (BL), Ständerat Peter Hegglin (ZG) und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen. Die CVP-Fraktion wird am 16. November über die Anzahl der Kandidaten entscheiden, die sie der Bundesversammlung vorschlagen wird.

    Drei Kandidaten

    Bei der FDP bewerben sich bislang drei Kandidaten um die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann: die St. Galler Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter, der Schaffhauser Regierungspräsident Christian Amsler und der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki.

    Die FDP entscheidet am 9. November und gibt eine Empfehlung an ihre Fraktion ab. Diese wird am 16. November die Kandidaten offiziell ernennen, die der Bundesversammlung vorgeschlagen werden sollen. Die Bundesratswahlen finden am 5. Dezember statt.

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