Für Parmelin zeigen Trachten Vielfalt und Zusammenhalt der Schweiz
Für Bundespräsident Guy Parmelin sind die lebendigen und vielfältigen Traditionen ein Fundament der Schweiz. In einer sich rasant verändernden Welt brauche es Werte, die Bestand hätten, sagte er auf dem Rütli UR.

Parmelin nahm damit auch Bezug auf die Schweizerische Trachtenvereinigung, welche vor hundert Jahren gegründet wurde und Ehrengast der diesjährigen Bundesfeier auf dem Rütli war. Tradition bleibe lebendig, wenn Menschen sie – auch im wörtlichen Sinne – tragen würden, erklärte er.
Kleidung mache sichtbar, «wer wir sind, woher wir kommen oder wozu wir uns zugehörig fühlen», sagte Parmelin. Die Schweiz kenne nicht nur viele Kleidersprachen, sondern auch Landessprachen, Regionen und Traditionen. «Diese Vielfalt trennt uns nicht.»
Nicht nur die Kleidung, auch das Rütli erzählt für Parmelin von Herkunft und Zugehörigkeit. Es erzähle, dass die Schweiz nie wegen ihrer Grösse gross gewesen sei, sondern wegen ihres Willens, das eigene Schicksal selbst zu bestimmen.
Das Rütli sei weder ein Palast noch eine Festung, sagte Parmelin. «Es ist eine einfache Wiese.» Sie zeige, dass in der Schweiz die Menschen im Zentrum stünden. Die Schweiz ruhe nicht auf einer Person oder Institution, sondern auf Millionen Menschen, die täglich Verantwortung übernehmen würden.
Das Rütli zeige auch, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam stärker seien als allein, sagte der aus der Waadt stammende Bundespräsident. Die Schweiz sei nicht nur ein Erbe, sondern auch eine Verantwortung, die jede Generation aufs Neue übernehmen müsse. «Egal welche Kleider sie tragen. Ob Tracht, Anzug, kurze Hosen oder rote Baseball-Kappe», sagte Parmelin, und schwenkte dabei seine berühmte «Switzerland – Great Since 1291»-Mütze.






