Erstes Alpin-Solarkraftwerk produziert mehr Strom als erwartet

Keystone-SDA
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Landquart,

Die Photovoltaikanlage Madrisa Solar hat in ihrem ersten Winter mehr Strom produziert als prognostiziert. Die Bündner Anlage ist laut dem Energieunternehmen Repower das erste alpine Solarkraftwerk der Schweiz. Anfang Mai beginnt die grösste Bauetappe des Projekts.

Die auf 2000 Meter liegende Photovoltaikanlage Madrisa Solar sei die erste alpine Solaranlage der Schweiz, die ans Netz angeschlossen wurde, so das Bündner Energieunternehmen Repower. ...
Die auf 2000 Meter liegende Photovoltaikanlage Madrisa Solar sei die erste alpine Solaranlage der Schweiz, die ans Netz angeschlossen wurde, so das Bündner Energieunternehmen Repower. ... - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Anlage habe im Winterhalbjahr von Oktober bis März rund 1,5 Gigawattstunden Strom erzeugt, teilte der Energiekonzern Repower am Dienstag mit. In Betrieb waren in diesem Zeitraum rund 3600 Solarmodule, was etwa 20 Prozent der geplanten Gesamtanlage entspricht.

Ziel sei es, bis November rund 70 Prozent der Anlage ans Netz anzuschliessen. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 vorgesehen.

Die Anlage befindet sich auf rund 2000 Metern über Meer und ist auf eine hohe Winterstromerzeugung ausgelegt. Nach dem ersten Schneefall stieg die Leistung dank des reflektierten Lichts um rund 15 Prozent. Dies wurde durch sogenannte bifaziale Solarmodule ermöglicht, die auf beiden Seiten Strom produzieren.

Den produzierten Strom nutzen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und die Bergbahnen Klosters-Madrisa. Die Bergbahnen hätten zusammen mit ihren eigenen Anlagen mehr Energie erzeugt, als sie während der Wintersaison für den Betrieb benötigten, so Repower weiter.

Bauherrin der Anlage ist die Madrisa Solar AG. An der Gesellschaft sind Repower, die EKZ und die Gemeinde Klosters zu je einem Drittel beteiligt. Die Gesamtinvestition beträgt 70 Millionen Franken.

Zwei weitere grosse alpine Solaranlagen entstehen im Rahmen des Solarexpresses des Bundes derzeit in Graubünden: NalpSolar von Axpo und SedrunSolar von Energia Alpina. Beide liegen in der Gemeinde Tujetsch in der Surselva. Madrisa Solar war die erste dieser Anlagen, die im Rahmen des Solarexpress im vergangenen September ans Netz angeschlossen wurde.

Kommentare

User #5229 (nicht angemeldet)

Das interessiert keinen, ebenso den Recourcenverbrauch. Silizium ist zwar unbeschränkt verfügbar aber die nötigen Dotierungsmetalle sind vergleichsweise sehr selten.

User #5229 (nicht angemeldet)

Linth Limmern generiert 1520 MW Strom für 40 Stunden, dann ist der See leer. Die dortige PV Anlage liefert bei gutem Wetter im Sommer 2,2 MW für wenige Stunden am Tag. Nur um einmal das Verhältnis aufzuzeigen.

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