Energiestrategie des Bundes: Ziele für 2035 liegen in weiter Ferne

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Bern,

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat auch 2025 zugenommen. Trotzdem wird der gesetzlich definierte Wert für 2035 laut dem neuesten Monitoringbericht des Bundes in dem Tempo nicht erreicht.

Der Umbau des Energiesystems in der Schweiz läuft laut dem neuesten Monitoringbericht des Bundes nicht schnell genug. (Archivbild)
Der Umbau des Energiesystems in der Schweiz läuft laut dem neuesten Monitoringbericht des Bundes nicht schnell genug. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Auch in diesem Jahr schritt der Umbau des Schweizer Energiesystems langsam und stetig voran. Zu langsam, wie sich im am Montag veröffentlichten, siebten Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie (BFE) zeigte. Die erneuerbaren Energien – Wasserkraft nicht mit eingerechnet – müssten mehr als doppelt so schnell ausgebaut werden, damit das definierte Ziel aus dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung bis 2035 erreicht werden könnte.

Gemäss dem Bericht lag der Anteil der Erneuerbaren (abzüglich Wasserkraft) an der gesamten Elektrizitätsproduktion bei 10,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist sie damit um 1113 auf 8301 Gigawattstunden angestiegen. 72 Prozent des Anstiegs sind auf den Photovoltaik-Ausbau zurückzuführen. Um den gesetzlich neu definierten Zielwert von 35'000 Gigawattstunden zu erreichen, wäre ein durchschnittlicher Zuwachs von 2400 Gigawattstunden im Jahr nötig, wie das Monitoring nun ergab.

Um bei der Energiestrategie auf Kurs zu bleiben, wurden gesetzliche Zielwerte für die Jahre 2035 und 2050 definiert: Bis 2050 sollen die erneuerbaren Energien und die Wasserkraft ausgebaut und der Energie- und Stromverbrauch gesenkt werden. Seit dem 1. Januar 2025 gelten in der Schweiz verschärfte Inlandproduktions- und Verbrauchsziele. Damit rücke die Energieproduktion im Winter stärker in den Fokus, um eine ganzjährig sichere Stromversorgung gewährleisten zu können, so das BFE.

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Kommentare

User #6122 (nicht angemeldet)

Die Ausbauziele für erneuerbarem Strom liesse sich a) ohne Politiker, b) ohne Föderalismus und c) ohne Verwaltung in der halben Zeit schaffen. Wer lanciert eine Initiative gegen a), b) und c)?

User #9135 (nicht angemeldet)

Hat man sich auf Zahlen bis 2024 beschränkt, damit der ungeplante Ausfall des KKW Gösgen von Juni 25-Februar 26 nicht so auffällt vor der Atomdebatte ?

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