Der Bund soll das Felslabor Mont Terri weiterhin betreiben

Keystone-SDA
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Bern,

Das Felslabor Mont Terri im Kanton Jura soll weiterbestehen, und der Bund soll diesen Betrieb gewährleisten. Das fordert das Parlament vom Bundesrat.

Mont Terri Felslabor
Seit 1996 werden im Felslabor Mont Terri Experimente im Opalinuston durchgefuehrt. - keystone

Der Nationalrat hat am Dienstag eine Motion des jurassischen Mitte-Ständerates Charles Juillard stillschweigend und ohne Opposition an den Bundesrat überwiesen. Der Vorstoss verlangt, den Betrieb des Labors bei St-Ursanne wie bisher fortzusetzen.

Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) wolle sich per Ende 2026 aus dem Betrieb des Mont-Terri-Labors zurückziehen, schrieb Juillard in der Begründung seiner Motion. Anlass für diesen Entscheid sei gewesen, dass Swisstopo sparen müsse.

Das Labor diene der Forschung im In- und Ausland zu den Themen Lagerung von nuklearen Abfällen und Einlagerung von CO2. Seit 1996 hätten die Partnerorganisationen gegen 120 Millionen Franken in das Felslabor investiert.

Beim Bundesrat fand die Motion Gehör. Im Ständerat berichtete Verteidigungsminister Martin Pfister im März 2026, Swisstopo habe mit der Nagra, der nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, und der Nuklearaufsichtsbehörde Ensi eine Lösung für den Weiterbetrieb des Labors erarbeitet.

Vorgesehen war, dass die Nagra das Untertag-Labor für die Vorbereitung des Baus und Betriebs eines Tiefenlagers nutzen sollte. Doch die jurassische Regierung habe diesen Vorschlag abgelehnt, sagte Pfister. Der Auftrag des Parlaments könne ein wichtiger Schritt sein, um die Weiterentwicklung des Labors sicherzustellen.

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