Das Datenmanagement und die Digitalisierung im Gesundheitswesen sollen verbessert werden. Dazu sollen verschiedene Massnahmen eingesetzt werden.
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Ein Pfleger sitzt an einem Computer auf einer Covid-19-Intensivstation. Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Datenmanagement im Gesundheitsbereich soll verbessert werden.
  • Insgesamt sind fünf Massnahmen vorgesehen.

Mit verschiedenen Massnahmen sollen das Datenmanagement und die Digitalisierung im Gesundheitswesen verbessert werden. In Betracht gezogen werden etwa neue nationale Register, automatische Meldesysteme zwischen den verschiedenen Akteuren oder eine neue Fachgruppe von Personen aus Bund, Kantonen und Verbänden, die ein gesamtheitliches Datenmanagement führen und steuern soll.

Der Bundesrat hat am Mittwoch einen entsprechenden Bericht zur Kenntnis genommen und die betroffenen Departemente beauftragt, bis im Juli 2022 über das weitere Vorgehen Bericht zu erstatten.

Fünf Massnahmen vorgesehen

Der Bericht basiert auf Erfahrungen der ersten Phase der Coronapandemie, wie der Bundesrat in seiner Mitteilung schreibt. Er zeigt auf, wo Verbesserungspotenzial besteht.

Vorgesehen sind fünf Massnahmen, mit denen der Umgang mit Daten im Gesundheitsbereich verbessert werden soll. Zum Teil sollen die Kantone miteinbezogen werden. Als erste Massnahme soll das Innendepartement (EDI) mit dem Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) die Anforderungen erarbeiten, die für den Aufbau eines nationalen Registers der Spitäler nötig sind. Mit einem solchen Register soll der Informationsaustausch zwischen den Spitälern, dem Bund und den Kantonen verbessert werden.

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Eine Pflegerin wechselt einen Verband. (Symbolbild) - Keystone

Als zweite Massnahme soll das EDI ebenfalls mit dem KSD sowie mit der Bundeskanzlei ein Konzept erarbeiten, wie Akteure im Gesundheitswesen für das Gesundheitsregister vollständig und eindeutig identifiziert werden können. Ausserdem sollen die drei Stellen prüfen, wie Prozesse für Datenmeldungen an die Behörden an einen Ort erfolgen können. Dabei soll auch geprüft werden, mit welcher Technologie der Aufwand für die Übermittlung von Daten minimiert werden kann.

Gesamtheitliches Datenmanagement soll konzipiert werden

Zudem sollen das EDI, der KSD und das Eidgenössische Finanzdepartement die Auswertung der Daten weiterentwickeln. Das Kompetenzzentrum für Datenwissenschaften im Bundesamt für Statistik soll dabei im Hinblick auf weitere Krisen so ausgestaltet werden, dass eine gemeinsam nutzbare Datenanalyse-Infrastruktur zur Verfügung steht und der Daten- und Wissensaustausch etabliert sind.

Schliesslich wird als fünfte Massnahme das EDI beauftragt, zusammen mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz eine Fachgruppe für ein gesamtheitliches Datenmanagement im Gesundheitswesen zu konzipieren. Bereits bestehende Gremien, die sich für eine Beschleunigung der Digitalisierung einsetzen, sollen integriert oder aufgelöst werden.

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