Christian Imark (SVP) will Benzinpreiserhöhung verhindern

    Elisa Jeanneret
    Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Erdöllobby will weiterhin einen Teil der CO2-Emissionen aus Treibstoffen kompensieren. So würde der Benzinpreis steigen. Die SVP kämpft nun dagegen an.

    SVP Benzinpreis
    Die SVP will fossile Brennstoffe günstiger machen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen des abgelehnten CO2-Gesetzes laufen viele Massnahmen im aktuellen Gesetz aus.
    • Unter anderem die Kompensation des CO2-Ausstosses von Treibstoffen wie Benzin oder Diesel.
    • Die Erdöllobby befürwortet eine Weiterführung der Massnahmen, die SVP will das bekämpfen.

    Am 13. Juni sagte die Schweizer Stimmbevölkerung Nein zum revidierten CO2-Gesetz. Darum will die nationalrätliche Umweltkommission Massnahmen des aktuellen Gesetzes, die Ende Jahr auslaufen, weiterführen.

    Benzinpreis SVP
    Laut CO2-Gesetz müssen Treibstoffimporteure ihren CO2-Ausstoss kompensieren. Aktuell liegt deswegen laut Bund einen Zuschlag von 1,5 Rappen auf den Preis. Künftig wird aber die Erdöl-Branche - Keystone

    Wie Nau.ch berichtete, würde das zu einem Preisanstieg von Benzin und Diesel führen: Laut geltendem CO2-Gesetz müssen Treibstoffimporteure den CO2-Ausstoss des Autoverkehrs kompensieren. Im Schnitt waren es bisher seit 2013 etwa fünf Prozent jährlich.

    Daraus resultieren Pro-Liter-Preisaufschläge für die Konsumentinnen und Konsumenten. Diese dürfen aber nicht den gesetzlich verankerten Kostendeckel von fünf Rappen jährlich übersteigen. Stand dieses Jahr wird laut Bund ein Aufschlag von 1,5 Rappen pro Liter verrechnet.

    Avenergy SGV Daniel Hofer
    Daniel Hofer, Präsident von Avenergy Suisse, an einer Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverbands. - Keystone

    Die Branche wird künftig jedoch mehr kompensieren müssen, als sie es aktuell tut: Dieses laufende Jahr zwölf Prozent der CO2-Emissionen, sagt Avenergy Suisse. Deswegen müsse der Kostendeckel «in den kommenden Jahren ausgeschöpft» werden, sagte Avenergy-Präsident Daniel Hofer an einer Medienkonferenz.

    Dagegen wehrt sich die Branche aber nicht. Die Massnahmen zur Kompensation müssten «unbedingt und lückenlos verlängert werden», sagte Hofer unmissverständlich.

    SVP kämpft alleine gegen Kompensationsmassnahmen

    Die SVP aber, die in Allianz mit der Erdöllobby das revidierte CO2-Gesetz bekämpft hat, ist dezidiert dagegen. Zur Erinnerung: Die SVP wollte die Vorlage versenken, weil noch mehr CO2 bei Treibstoffen hätte kompensiert werden müssen. Das Argument des verteuerten Benzins hat bei der Bevölkerung gewirkt.

    Alle sieben Vertreter der Volkspartei innerhalb der Umweltkommission im Nationalrat bekämpfen die Idee der Massnahmen-Weiterführung. Auf Anfrage erklärt Christian Imark, wieso. «Das Problem ist der lineare Absenkpfad, für den sich die Befürworter des CO2-Gesetzes einsetzen. Denn damit läuft es natürlich auf eine Erhöhung der Treibstoffpreise aus», sagt der Solothurner.

    Was halten Sie von der CO2-Kompensation für Treibstoffe?

    Deswegen wolle die SVP den aktuellen Deckel auf das Abstimmungsresultat vom 13. Juni anpassen: «Wir wollen ihn auf den jetzigen Stand von 1,5 Rappen einfrieren. Wenn der Deckel höher läge, dann gäbe es ja eine Preiserhöhung an der Zapfsäule.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    Zapfsäule
    898 Interaktionen
    Bis zu 5 Rappen
    Tanken
    1'105 Interaktionen
    Nur für Reiche?
    klima
    4 Interaktionen
    Bern

    MEHR SVP

    Zug Kantonsratswahlen
    228 Interaktionen
    Parlamentswahlen
    18 Interaktionen
    Bern
    Ernst Wandfluh
    27 Interaktionen
    «Genug Totholz»
    Franz Grüter
    15 Interaktionen
    Parmelin-Nachfolge

    MEHR AUS STADT BERN

    Tierpark Bern Artenschutz
    1 Interaktionen
    Tierpark Bern
    Das Comedy-Duo Patti Basler und Philippe Kuhn.
    50 Interaktionen
    Comedy-Duo in Bern
    Mad Pride Bern
    2 Interaktionen
    «Mad Pride» in Bern
    Flavia Wasserfallen
    15 Interaktionen
    Frauen-Fussball