Bundesrat

    Cassis: Aus für USAID ist «Zeichen, dass Welt sich ändert»

    Obwohl nicht traktandiert, sei USAID am Forum für Internationale Zusammenarbeit ein spürbares Thema gewesen, sagt der Aussenminister.

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    Ignazio Cassis spricht am Rande des «International Cooperation Forum» über USAID. - Nau.ch / Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Kürzungen der Trump-Regierung bei USAID sind weltweit spürbar.
    • Für Aussenminister Cassis ist das ein Zeichen, dass die Welt sich ändere.
    • Konkret heisse das: Die Staaten wollten mehr in Militärisches investieren.

    Die Trump-Regierung, beziehungsweise deren Vollstrecker Elon Musk, hat das Entwicklungshilfeprogramm USAID auf ein Minimum zusammengekürzt. Die Auswirkungen sind weltweit zu spüren. Der Wegfall der US-Gelder in der Entwicklungshilfe dürfte auch zu mehr Flüchtlingen in Europa führen.

    Flüchtlingsströme Trump
    Die Streichung der US-Hilfsgelder könnte neue Flüchtlings-Bewegungen nach Europa auslösen. - keystone

    Obwohl nicht offiziell traktandiert, sei das Aus für USAID auch beim vierten «International Cooperation Forum» Gesprächsthema gewesen. Das bestätigt Aussenminister Ignazio Cassis im Nau.ch-Interview.

    Jobs für die Ukraine

    Es sei jetzt die vierte Ausgabe des Forums zu Bildung und Forschung in der internationalen Zusammenarbeit: «Humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung – alle diese Instrumente, die man für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung benützt.»

    Findest du es in Ordnung, dass Trump und Musk die USAID schliessen und damit unzählige Projekte im Ausland nicht mehr finanzieren?

    Ein positives Fazit zieht Cassis im Hinblick auf das Projekt Ukraine. Der Bundesrat habe sich zum Wiederaufbau der Ukraine bekannt. «Durch die Teilnahme des Privatsektors können wir hier etwas Neues tun und tatsächlich auch Jobs schaffen.» Das gebe den Flüchtlingen, die heute in der Schweiz sind, auch wieder eine Perspektive.

    USAID: «Ein Zeichen, dass die Welt sich ändert»

    Dass die drastischen Kürzungen bei USAID bei den Forumsteilnehmen immer mit im Hinterkopf sei, habe man gespürt, so Cassis. «Es ist natürlich ein Zeichen, dass die Welt sich ändert.» Man wisse noch nicht genau, wie, aber spüre schon, in welche Richtung: «Mehr Investitionen ins Militärische und weniger in Entwicklungszusammenarbeit.»

    usaid
    USAID spielt eine zentrale Rolle in der internationalen Entwicklungspolitik als größte bilaterale Entwicklungsagentur weltweit - Keystone

    Die Sicherheitslage bringe viele Länder dazu, Gelder für die Armee zu benötigen, die dann irgendwo herkommen müssen. «Steuern erhöhen ist natürlich sehr unpopulär, ergo versucht man einfach die Gelder anders zu verteilen.» Aussenminister Cassis führt als Beispiele dazu Frankreich, UK, die Niederlande und auch die nordischen Staaten an.

    Folgen für die Schweiz

    «Und auch die Schweiz», fügt Ignazio Cassis an. «Letzten Dezember hat das Parlament beschlossen, die Gelder der Internationalen Zusammenarbeit zu kürzen zugunsten der Armee.»

    humanitäre hilfe
    Hilfe wird von der Schweiz ins Ausland gesendet. - keystone

    Wie immer, wenn man weniger Geld zur Verfügung habe, müsse man besser überlegen, wie das Geld ausgegeben werde: «Nach welchen Prioritäten, machen wir das Richtige, wie können wir das anders machen.»

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    Kommentare

    User #5201 (nicht angemeldet)

    Ojemine, welche Therapie empfiehlt der Herr Doktor?

    User #5563 (nicht angemeldet)

    Will der Signore nun für die USA in die Bresche springen ?

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