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Bundesrat will eigenes Netz für Krisen-Kommunikation schaffen

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Bern,

Die Schweizer Regierung arbeitet an einem eigenen Kommunikationsnetz für Rettungs- und Schutzorganisationen.

Der Bundesrat hat einen Grundsatzentscheid getroffen für die Einführung einer neuen, mobilen Breitbandkommunikation in Krisensituationen. (Archivbild)
Der Bundesrat hat einen Grundsatzentscheid getroffen für die Einführung einer neuen, mobilen Breitbandkommunikation in Krisensituationen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

In der Schweiz sollen Rettungs- und Schutzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Sanität für Krisen ein eigenes, sicheres Netz für die Kommunikation erhalten. Der Bundesrat hat das Verteidigungsdepartement angewiesen, eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten.

Die Einsatzorganisationen müssten im Alltag und in Krisen mobil kommunizieren und grosse Datenmengen wie Bilder und Videos austauschen können, teilte der Bundesrat am Freitag mit. Das Netz soll auch funktionieren, wenn die normalen Mobilfunknetze überlastet oder kaputt sind, etwa nach Katastrophen, einem Cyberangriff oder Terroranschlag.

Neues mobiles Sicherheitskommunikationssystem geplant

Das neue mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) soll die Infrastruktur kommerzieller Telekomanbieter nutzen und mit Elementen wie Notstrom ergänzen. Es soll das nationale sichere Datenverbundnetz (SDVN+) nutzen und ab 2030 das Sicherheitsfunksystem Polycom ersetzen.

Noch offen ist, ob das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) oder die Kantone die Federführung haben sollen. Die Vernehmlassungsvorlage soll Mitte 2024 vorliegen.

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