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    Bundesrat setzt 14-tägigen Adoptionsurlaub per Anfang 2023 in Kraft

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat hat die Änderung der Erwerbsersatzordnung per 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt. Ab dann haben Adoptiveltern Anspruch auf bezahlten Urlaub.

    Bundesrat Adoptionsurlaub
    Der Bundesrat hat entschieden: Ab dem 1. Januar 2023 haben Eltern von adoptierten Kleinkindern Anspruch auf zwei Wochen bezahlten Urlaub. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer ein Kleinkind adoptiert, hat ab dem 1. Januar Anspruch auf bezahlten Urlaub.
    • Der Bundesrat hat eine entsprechende Änderung der Erwerbsersatzordnung in Kraft gesetzt.

    Personen, die ein weniger als vier Jahre altes Kind adoptieren, haben ab dem 1. Januar 2023 Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von zwei Wochen. Der Bundesrat hat die entsprechenden Änderungen in der Erwerbsersatzverordnung auf dieses Datum hin in Kraft gesetzt.

    Verschiedene Kantone kennen einen Adoptionsurlaub bereits heute. Dazu zählen Zürich, St. Gallen, Jura, Freiburg und Wallis. Die Adoptionsentschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag.

    Nationale Lösung aus der Mitte

    Eine nationale Lösung ins Rollen gebracht hatte der Tessiner Mitte-Nationalrat Marco Romano im Jahr 2013 mit einer parlamentarischen Initiative. Das Parlament hatte den Adoptionsurlaub im vergangenen Jahr beschlossen. Der Bundesrat war mit dem Projekt einverstanden.

    Gemäss Mitteilung der Landesregierung vom Mittwoch können die zwei Wochen Urlaub frei untereinander aufgeteilt werden, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind. Ein gleichzeitiger Bezug ist jedoch nicht möglich. Die Entschädigung kann nur während des ersten Jahres nach der Aufnahme des Kindes bezogen werden. Kein Leistungsanspruch besteht bei einer Stiefkindadoption.

    Linke wollten Adoptionsurlaub auf 14 Wochen erhöhen

    Im Parlament war die Vorlage weitgehend unbestritten. Im Nationalrat versuchten die Linken indes, eine Verlängerung des Adoptionsurlaubs auf 14 Wochen zu erwirken, analog des Mutterschaftsurlaubs. Sämtliche Änderungs- und Ausbauwünsche wurden jedoch abgelehnt.

    Bei der beschlossenen Variante handle es sich um ein pragmatisches Projekt mit bescheidenem finanziellen Aufwand. Dies betonte Kommissionssprecherin Maya Graf (Grüne/BL) im Ständerat. Die Adoptionsentschädigung dürfte laut dem Bundesrat zu jährlichen Zusatzkosten von etwas mehr als 100'000 Franken führen.

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