Bio-Betriebe können wegen Dürre konventionelles Futter zukaufen
Wegen der anhaltenden Trockenheit hat das Bundesamt für Landwirtschaft die Regeln für Bio-Betriebe gelockert. Sie dürfen im Jahr 2026 ausnahmsweise bis zu 20 Prozent konventionelles Raufutter zukaufen. Die Regelung gilt ab sofort.

Die flächendeckende Trockenheit in diesem Sommer führte bei Raufutter wie Gras, Heu oder Silage zu erheblichen Ernteausfällen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Montag mitteilte. Diese Situation stelle zahlreiche Bio-Betriebe vor grosse Herausforderungen. Das Amt machte deshalb von einer Ausnahmeregelung in der Bio-Verordnung Gebrauch.
Konkret dürfen Bio-Betriebe für das Kalenderjahr 2026 bis zu 20 Prozent des Gesamtfutterbedarfs ihrer Raufutterverzehrer mit nicht-biologischem Futter decken. Diese Höchstmenge bezieht sich auf die Trockensubstanz. Innerhalb dieses Limits ist laut der Weisung auch die Beweidung von nicht-biologischen Flächen möglich.
Die entsprechende Weisung des Bundesamtes für Landwirtschaft trat am Montag in Kraft. Die Ausnahmeregelung gilt für das gesamte Kalenderjahr 2026.






