Bargeld wird in der Verfassung verankert

Maja Bojic
Maja Bojic

Bern,

Bargeld wird politisch gestärkt: Die Schweiz verankert den Franken und die Bargeldversorgung künftig direkt in der Bundesverfassung.

Schweizer Franken Bargeld
Die Schweiz verankert Bargeld künftig direkt in der Bundesverfassung. (Symbolbild) - depositphotos

Die Schweiz stärkt Bargeld künftig auf Verfassungsstufe. Das Stimmvolk hat einem Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative deutlich zugestimmt.

Die Vorlage schreibt fest, dass der Franken die Landeswährung bleibt und Bargeld weiterhin verfügbar sein muss. Darüber berichtet das «SRF».

Die eigentliche Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit» scheiterte jedoch an der Urne. Sie erreichte lediglich 45,6 Prozent Zustimmung.

Bargeld: Deutliche Mehrheit für den Gegenvorschlag

Der Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament erhielt eine klare Mehrheit. Rund 73,4 Prozent der Stimmberechtigten stimmten dafür, berichtet das «SRF».

Auch beim Ständemehr erreichte die Vorlage die notwendige Zustimmung. Mehrere Kantone unterstützten den Gegenvorschlag deutlich, wie «Radio Central» berichtet.

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Damit wird der Währungsartikel der Bundesverfassung ergänzt. Der Franken wird ausdrücklich als Währung genannt und die Bargeldversorgung garantiert.

Initiative wollte strengere Formulierung

Hinter der Initiative stand die Freiheitliche Bewegung Schweiz. Sie verlangte, dass Münzen oder Banknoten jederzeit in ausreichender Menge vorhanden sein müssen.

Zudem sollte ein Ersatz des Frankens nur mit Zustimmung von Volk und Ständen möglich sein. Das berichtet die internationale Plattform «SWI».

Bundesrat und Parlament teilten zwar das Grundanliegen. Die konkrete Formulierung der Initiative hielten sie jedoch für unpräzise, wie das «SRF» berichtet.

Praktische Folgen bleiben begrenzt

Der angenommene Gegenvorschlag übernimmt weitgehend bestehende Regeln. Diese stehen bisher im Gesetz und werden nun in die Verfassung übertragen.

Die Schweizerische Nationalbank bleibt weiterhin für die Versorgung mit Bargeld verantwortlich. Das erklärt das Schweizer Parlament laut Mitteilung auf «parlament.ch».

Schweizer Franken Bargeld
Bargeld: Der Schweizer Franken als Währung wird in der Verfassung schriftlich festgehalten. (Symbolbild) - keystone

Neue Verpflichtungen oder zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht. Auch im Alltag ändert sich für Bevölkerung und Wirtschaft kaum etwas.

Kommentare

User #6204 (nicht angemeldet)

Wenn das Bargeld jetzt aber am Anker liegt; wie kommt es dann in meinen Geldbeutel?

User #5147 (nicht angemeldet)

Seit ich wählen darf (über 25 jahre) gehöre ich immer zu denen, die etwas anderes gewählt haben als die anscheinende mehrheit. Dies macht mir nichts aus, sondern bestärken meine gedanken und meinungen nur noch mehr. Ist doch ein lustiger zufall, dass ich immer zu der minderheit gehöre und dass in allen wahlen.

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