Alt Bundesrätin ist Präsidentin der Kulturgüter-Kommission
Alt Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist am Mittwoch vom Bundesrat zur Präsidentin der nationalen Expertenkommission für historisch belastetes Kulturerbe ernannt worden. Formell wird die Kommission ihre Arbeit am 1. März aufnehmen. Im Jahresverlauf wird sie mitteilen, ab wann sie angerufen werden kann.

Mit der unabhängigen Kommission hat der Bundesrat nach eigenen Angaben ein Gremium geschaffen, das in strittigen Fällen zu Kunstwerken aus der Zeit des Nationalsozialismus und zu Kulturgütern aus dem kolonialen Kontext angerufen werden und im Einzelfall unverbindliche Empfehlungen abgeben kann.
Der Umgang mit historisch belastetem Kulturerbe sei von historischer, rechtlicher, ethischer und moralischer Bedeutung und stelle ein wichtiges Ziel der Kulturpolitik des Bundes dar, hiess es in der Medienmitteilung vom Mittwoch weiter.
Simonetta Sommaruga verfüge über reiche politische Erfahrung und sei in der Schweiz und international sehr gut vernetzt. Die weiteren Mitglieder der Kommission sind insbesondere in den Bereichen Recht, Geschichte, Kunstgeschichte, Provenienzforschung, Museologie und Ethnologie tätig. Vizepräsident der Kommission ist Felix Uhlmann, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Zürich.






