Abstimmung über Waffenrecht unter Einfluss von Christchurch Attentat

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Hat der Terror in Neuseeland Folgen für die Schweiz? Ein Einfluss bei der Volksabstimmung über das Waffenrecht sei nicht ausgeschlossen, sagen Befürworter.

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    Das Attentat in Neuseeland könnte Einfluss auf das Schweizer Waffenrecht haben. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Attentat von Christchurch NZ fällt mitten in den Abstimmungskampf zum Waffenrecht.
    • Die Befürworter denken, dass dies die Problematik von Seriefeuerwaffen in Erinnerung rufe.
    • Dass das Abstimmungsergebnis in der Schweiz beeinflusst werde, sei möglich.

    Neuseeland ist nicht die Schweiz, das Waffenrecht der beiden Länder nur bedingt vergleichbar. Trotzdem: Der Attentäter von Christchurch gelangte – legal – an Seriefeuerwaffen. Und im Mai stimmt die Schweiz ab über eine strengere Gesetzgebung für genau diesen Waffentyp.

    «Zeigt Problematik solcher Waffen»

    Für den Grünliberalen Nationalrat Beat Flach ist klar: Solche Ereignisse zeigten einmal mehr auf, dass solche Waffen ein Problem seien. «Ein Attentäter kann damit derart viel Unheil anrichten, in kurzer Zeit, ohne dass jemand eingreifen kann», mahnt Flach.

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    Das ganze Interview mit Beat Flach, dem Nationalrat der glp. - Nau

    Einen grossen Einfluss auf die Volksabstimmung in der Schweiz sieht Flach dennoch nicht. Den Stimmbürgern sei bereits bewusst, um was für Waffen es gehe. Namentlich der Anschlag in Las Vegas mit 59 Toten und 851 Verletzten bleibe in Erinnerung. Viel wichtiger sei, so Flach, die Debatte um den Verbleib im Schengen-Vertrag.

    Hoffnung auf Ja zum Waffenrecht

    Leicht anders sieht dies SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf. Die eine Seite werde dieses tragische Ereignis als Beispiel anführen um zu fordern, genauer hinzuschauen, wer automatische Waffen besitze. Die andere Seite werde darauf hinweisen, dass der Schwarzmarkt eh nie ausgemerzt werden könne.

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    Die SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf spricht über die möglichen Auswirkungen des Christchurch-Attentates auf die Abstimmung über die Revision des Waffenrechtes. - Nau

    Auch wenn Neuseeland am anderen Ende der Welt sei, fühle man sich zu Zeiten des Internets halt doch verbunden. Wie die Schweiz gelte Neuseeland als ruhig und sicher und überlege sich ja eben jetzt auch Verschärfungen des Waffenrechts. Seiler Graf hofft zwar, dass die Schweiz nach dem Christchurch-Attentat Ja sagt zum neuen Waffengesetz. «Ausschlaggebend wird es aber nicht sein», räumt sie ein.

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