1. August: Guy Parmelin ruft zu nationalem Zusammenhalt auf
Bundespräsident Guy Parmelin sagt zum Nationalfeiertag, es bedürfe der notwendigen Anstrengung, um Freiheit und Demokratie zu erhalten.

Das Wichtigste in Kürze
- Schweizerinnen und Schweizer sollten laut Parmelin «die Werte des Landes pflegen».
- «Die Schweiz sichert ihren Zusammenhalt von der Basis her», betont der Bundespräsident.
Bundespräsident Guy Parmelin hat die Schweizerinnen und Schweizer zu Zusammenhalt und Verantwortung aufgerufen, um «die Werte des Landes zu pflegen». In seiner Fernsehansprache zum 1. August betonte er am Samstag, dass es der notwendigen Anstrengung bedürfe, um Freiheit und Demokratie zu erhalten.
Der Bundesrat nutzte die Schweizerfahne und ihre Herstellung, um den Aufbau des Landes zu veranschaulichen. Die Ansprache wurde in einer Fahnenfabrik in Neudorf LU aufgezeichnet, einem Ort, der daran erinnere, dass «selbst die stärksten Symbole mit konkreter Arbeit beginnen», erklärte er.
«Die Schweiz sichert ihren Zusammenhalt von der Basis her»
Ihm zufolge trägt die scheinbare Einfachheit der Schweizerfahne «unschätzbare Werte» in sich: Freiheit, Neutralität, Demokratie und den Willen, über Unterschiede hinweg vereint zu bleiben.

«Die Schweiz sichert ihren Zusammenhalt von der Basis her», betonte er. Der Waadtländer verwies auf die Gemeinden, die Kantone, aber auch auf Unternehmen, Bauernhöfe oder Vereine. Seiner Meinung nach verkörpert sich dieser Zusammenhalt in Solidarität, im Respekt vor dem gegebenen Wort und in der Weitergabe von Wissen.
Er erklärte zudem, dass es keine Freiheit «ohne Verantwortung» geben könne. «Ich glaube an diese Schweiz, die es sich nicht leicht macht, an diese Schweiz, die stolz sein kann ohne Arroganz, grosszügig bleibt ohne Naivität», fuhr der Wirtschaftsminister fort. Er plädierte für eine weltoffene Schweiz, die aber «nicht auf ihre Urteilsunabhängigkeit verzichtet».
Schweizer Fahne müsse «Zeichen des Vertrauens» bleiben
Schliesslich seien für den Bundespräsidenten Institutionen und Werte wie die direkte Demokratie oder die Neutralität keine Selbstverständlichkeit. Sie müssten gepflegt werden, «damit sie weiterhin im Wind wehen, besonders wenn die Zeiten unruhig sind».
In einer unruhigen Welt dürfe die Fahne nicht zu einem Zeichen der Abschottung werden, sondern müsse ein «Zeichen des Vertrauens» bleiben, sagte Parmelin zum Schluss.












