Er ist längst Legende, ein Teil der Popkultur. Ozzy Osbourne hat zudem viele Weggefährten überlebt. Jetzt feiert der Schockrocker seinen 73. Geburtstag.
Der britische Schockrocker Ozzy Osbourne wird 73. Foto: Carsten Rehder/dpa
Der britische Schockrocker Ozzy Osbourne wird 73. Foto: Carsten Rehder/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Er prägte Heavy Metal wie kein Zweiter.

Bekannt geworden mit seiner Band Black Sabbath, startete Ozzy Osbourne ab den 1980er Jahren als Solokünstler durch und wurde zu einer Ikone. Drogen- und Alkoholeskapaden trübten seinen Weg. Doch er überlebte. Heute wird John Michael Ozzy Osbourne 73 Jahre alt.

Der holprige Weg nach oben

Der Musiker, der 1948 in Birmingham das Licht der Welt erblickte, stammt aus einfachen Familienverhältnissen. Seine schulische Laufbahn beendete er mit 15 Jahren. Schon früh versuchte Osbourne sich mit kleineren Diebstählen das Leben zu erleichtern. Sein Markenzeichen, eine «Ozzy»- Tätowierung auf den Fingern, stammt von einem sechswöchigen Gefängnisaufenthalt im Jahr 1966. Zwei Jahre später schaltete er eine Anzeige, um Bandmitglieder zu finden. Black Sabbath war geboren.

Mit Black Sabbath weltberühmt geworden

Die britische Band zog 1969 in alter Beatles-Tradition nach Hamburg, um Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Bei ihren Auftritten konnten sie reihenweise Zuschauerrekorde brechen. Dank nächtelanger Jams und mehrerer Gigs an einem Abend gelang es den Hardrockern, immer bekannter zu werden. Ihr Stand in der Heimat war allerdings alles andere als gut. Trotz beachtlicher Chartplatzierungen war es selbst in London schwer, an Auftritte zu kommen. In den 1970er Jahren entwickelte sich die Band schliesslich weiter und galt als Inspiration für Metallica und Marilyn Manson.

Ein Image als «Madman»

1979 trennte sich Black Sabbath von Osbourne, weil dieser mit Alkohol- und Drogeneskapaden regelmässig Schlagzeilen machte. In den 1980er Jahren begann der Musiker dann eine Solokarriere. Sein Drogenkonsum intensivierte sich und er fiel mit bizarren Aktionen und okkulten Ritualen auf. Eine seiner bekanntesten Taten ereignete sich 1982, als er auf der Bühne einer Fledermaus den Kopf abbiss. Die Situation als ein Versehen entschuldigend, kreierte er sich so ein neues Image. Als «Madman» präsentierte er riesige Bühnenproduktionen mit allerlei Spezialeffekten. Der «Prince of Darkness» fiel allerdings immer wieder seinem ausschweifenden Drogenkonsum zum Opfer.

Soziales Engagement und eine schwere Krankheit

Mittlerweile ist Ozzy Osbourne ruhiger geworden und hat es geschafft von, Drogen und Alkohol wegzukommen. Seine Musik verkaufte sich millionenfach. Mit seiner Frau und Managerin Sharon ist er seit fast 40 Jahren verheiratet. Aus seinen zwei Ehen stammen sechs Kinder. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gab er in New York ein Benefizkonzert, dessen Erlös er spendete. Er versuchte der Welt zu zeigen, dass sein Image sich gewandelt hatte und liess von 2002-2005 die Doku-Soap «The Osbournes» produzieren. In der Serie gaben er und seine Familie viel von ihrem Privatleben preis und sorgten damit in den USA für einen Quotenhit.

Die Parkinson-Krankheit erschwert ihm das Leben zunehmend. Doch er schaut positiv und dankbar auf die Zeit zurück. Trotz aller Eskapaden überlebte der streitbare, aber nimmermüde Künstler Freunde wie David Bowie und Lemmy, mit denen er Zeit seines Lebens verbunden war.

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