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    «The Apprentice»: Schauspieler fühlen sich durch Trump bedroht

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    USA,

    «The Apprentice»-Schauspieler fühlen sich seit Veröffentlichung des Films vermehrt durch die Äusserungen Trumps bedroht.

    the apprentice trump
    Die Schauspieler von «The Apprentice» fühlen sich nicht mehr sicher. - Wiktor Szymanowicz / Anadolu / picture alliance

    Der Film «The Apprentice» sorgt für Aufruhr in der politischen Landschaft. Die Satire über Donald Trumps Aufstieg zur Macht hat heftige Reaktionen ausgelöst.

    Besonders aber die Hauptdarsteller sehen sich nun mit bedrohlichen Situationen konfrontiert.

    Der ehemalige US-Präsident reagierte nämlich mit scharfer Kritik auf den Film. Laut «Spiegel» bezeichnete Trump die Beteiligten sogar als «Abschaum».

    Sicherheitsbedenken der Darsteller

    Sebastian Stan (42), der Trump im Film verkörpert, äusserte sich deswegen besorgt. «Die Süddeutsche Zeitung» berichtet etwa von seinen Ängsten vor möglichen Repressalien.

    trump the apprentice
    Der Film «The Apprentice» zeigt Donald Trump in seinen jungen Jahren. - Youtube/Kinocheck

    So würde sich der Schauspieler durch Trumps aggressive Rhetorik bedroht fühlen. Jeremy Strong, der Trumps Mentor Roy Cohn spielt, teilt eine ähnliche Meinung.

    Er befürchtet aufgrund des Films negative Auswirkungen auf seine Karriere und persönliche Sicherheit. Die Drohungen aus dem Trump-Lager nimmt er sehr ernst.

    Rechtliche Schritte angedroht

    Das Trump-Team kündigte rechtliche Schritte gegen die Filmemacher an. «Die Zeit» zitiert einen Sprecher, der von «böswilliger Verleumdung» spricht.

    Die Androhung einer Klage verstärkt die Spannungen weiter. Regisseur Ali Abbasi zeige sich von den Drohungen aber unbeeindruckt. Gegenüber «AP Entertainment» betonte er seine Entschlossenheit, den Film trotz Widerständen zu veröffentlichen. Er sehe die Kontroverse vielmehr als Bestätigung der Relevanz seines Werkes.

    Debatte um künstlerische Freiheit

    Die Situation entfacht somit eine Debatte über künstlerische Freiheit und politischen Einfluss. Filmkritiker betonen etwa die Bedeutung satirischer Darstellungen für die öffentliche Diskussion.

    Sie warnen aber vor Einschüchterungsversuchen gegen Kulturschaffende.

    Donald Trump
    Sebastian Stan (rechts) spielt in «The Apprentice» die Rolle des jungen Donald Trump. - Entertainment Tonight / Screenshot Filmtrailer «The Apprentice»

    Auf der anderen Seiten betrachten Juristen die Erfolgsaussichten einer Klage eher skeptisch. «Die Welt» zitiert Experten, die auf den Schutz der Meinungsfreiheit verweisen und satirische Überspitzungen in diesem Kontext erlauben würden.

    Auswirkungen auf die Filmindustrie

    Die Kontroverse wirft zudem Fragen zur Zukunft politischer Filme auf. Produzenten befürchten Selbstzensur aus Angst vor Repressalien.

    «Der Tagesspiegel» berichtet von Diskussionen in der Branche über den Umgang mit heiklen Themen. Einige Filmstudios zögern deswegen nun auch, ähnliche Projekte in Angriff zu nehmen.

    Wirst du dir den Film ansehen?

    Die Furcht vor rechtlichen und finanziellen Konsequenzen sei einfach zu gross. Im Gegensatz dazu sehen kleinere Vertriebe wie Briarcliff Entertainment hingegen Chancen in kontroversen Stoffen.

    Kommentare

    User #3248 (nicht angemeldet)

    Da hätten sich die Schauspieler vorher im Klaren sein sollen. Nur der Kohle wegen, schlechte Idee.

    User #1978 (nicht angemeldet)

    Wer in einem Film mitspielt, der eine noch lebende Person diffamiert, sollte sich nicht wundern oder gar beklagen, wenn diese Person sich darüber aufregt. Aber man kann sich dann ja als Held darstellen, der sich von der betroffenen Person nicht einschüchtern lässt, und für die Filmemacher ist es eine gute Werbung. Interessant, aber nicht verwunderlich, dass die "Meinungsfreiheit" bzw. künstlerische Freiheit mehr zählt als die Persönlichkeitsrechte derjenigen, die durch diese Meinung oder Kunst diffamiert werden. Damit man mich nicht als Trump-Freund beschimpft: Ich würde das Gleiche sagen, wenn der Film über Kamela Harris, Joe Biden oder den Prominenten XY wäre. Ich finde das einfach schäbig.

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