Tatort: Ein Tag wie jeder andere

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Deutschland,

Es ist eine spannende Geschichte mit einem überraschenden Ende: Im fünften Tatort aus Franken geht es ums Thema Lebensmittelskandale. Die Idee hatte der Drehbuchautor nach einem privaten Schreckerlebnis.

Katrin Tscherna (Katharina Spiering) ist tot: Kriminalhauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel, l-r), Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Kriminalkommissar Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) nehmen die Ermittlung auf. Foto: Hendrik Heiden/Claussen + Putz/BR/ARD
Katrin Tscherna (Katharina Spiering) ist tot: Kriminalhauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel, l-r), Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Kriminalkommissar Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) nehmen die Ermittlung auf. Foto: Hendrik Heiden/Claussen + Putz/BR/ARD - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Anwalt erschiesst einen Richter, dann eine Wissenschaftlerin im Labor, immer zur vollen Stunde, direkt in den Kopf.

Und er hat es auf ein weiteres Opfer abgesehen.

Die Kommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) versuchen in Bayreuth fieberhaft, einen dritten Mord zu verhindern - und kommen bald darauf, was ein Lebensmittelskandal bei einem lokalen Milchproduzenten mit den Bluttaten zu tun hat. Der fünfte «Tatort» aus Franken «Ein Tag wie jeder andere» läuft an diesem Sonntag (24. Februar) um 20.15 Uhr im Ersten.

Er erzählt eine Geschichte um ein hochaktuelles Thema: Bei einem Milchproduzenten ist Gift ins Futtermittel für die Kühe und damit in die Milch gelangt - mit schlimmen Folgen für ein Paar, das ein Kind erwartet. Im Wechsel zwischen aktuellem Geschehen und Rückblenden wird im Film entschlüsselt, wie dies mit den Morden zusammenhängt - und wer dafür verantwortlich ist.

Auf das Thema ist Drehbuchautor Erol Yesilkaya dem Bayerischen Rundfunk zufolge nach einem schrecklichen Erlebnis gekommen, das er hatte, als seine schwangere Ehefrau nur mit viel Glück einer Lebensmittelvergiftung entging. Regisseur Sebastian Marka greift das auf: «Was wir essen, bestimmten wir selber – aber ist das wirklich so? Können wir uns da sicher sein?», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Man hört ja zum Beispiel immer wieder, Bio ist nicht unbedingt Bio. Das ist ein gutes, sehr aktuelles Thema.»

Den Krimi in Bayreuth zu drehen, sei ihm ein persönliches Anliegen gewesen: «Nicht nur, dass ich die Stadt und die Festspiele mag, meine Frau kommt aus Bayreuth. Ich wollte immer einen 'Tatort' dort machen.» Eine zentrale Rolle spielt das Konzerthaus, in dem jährlich die Richard-Wagner-Festspiele stattfinden. Dort drehen zu können, sei nicht alltäglich, betonte Produzent Jakob Claussen: «Unser 'Tatort' ist erst der dritte Spielfilm, dem diese Ehre zuteil wurde.»

Und ein bisschen «Walküre» stecke nun auch in dem Krimi, sagt Regisseur Sebastian Marka - mit dem Fremden zu Beginn und zwei Menschen, die durch ein schlimmes Ereignis auseinandergerissen werden.

Wie eine Oper setzt der Franken-«Tatort» auf viel Drama. Kommissarin Ringelhahn stösst an ihre Grenzen als Polizistin. Und nach mehreren Wendungen steht am Ende eine Auflösung, mit der auch besonders gewiefte Zuschauer nicht gerechnet haben dürften.

Das tröstet insgesamt hinweg über mitunter unglaubwürdige Ereignisse, allzu bedeutungsschwangere Blickwechsel zwischen den Kommissaren und abgedroschene Sätze («Doch - wir schaffen das!»). «Ein Tag wie jeder andere» ist ein spannender Thriller mit Überraschungseffekt.

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