Steffi Graf

    Steffi Graf über ihre schwere Beziehung zum Rampenlicht

    Nau Prominews
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    Deutschland,

    Steffi Graf hat nicht erst seit dem Ende ihrer Tennis-Karriere ein starkes Bedürfnis nach Privatsphäre. Jetzt erklärt sie, wie sie mit dem Rampenlicht klarkam.

    steffi graf
    Steffi Graf 2013 auf dem Roten Teppich einer Veranstaltung - ein seltenes Bild. - lev radin/Shutterstock

    Das Wichtigste in Kürze

    • Steffi Graf hält sich seit ihrem Karriere-Ende weitgehend aus der Öffentlichkeit raus.
    • Ihre Ruhe verschaffte sie sich mit Museen, Architektur und Fotografie.
    • Heute konzentriert sie sich vor allem auf ihre Stiftung «Children for Tomorrow».

    Seit sie ihre Tennis-Karriere 1999 beendet hat, ist Stefanie Graf (52) so weit wie möglich aus der Öffentlichkeit herausgetreten. Der «Vogue», dessen neues Cover sie aktuell ziert, verriet sie nun: «Das war keine Entscheidung, die ich treffen musste, sondern entsprach eher meiner Persönlichkeit.» Sie hätte grundsätzlich wenig Bedürfnis nach Öffentlichkeit, so Graf.

    Auch während ihrer Karriere sei ihr ihre Privatsphäre sehr wichtig gewesen, erklärt Graf. Es sei ihr schwer gefallen, sich im Rampenlicht ausserhalb des Platzes wohlzufühlen: «Ich fühle mich in meiner Privatheit einfach wohler - und konzentriere mich auf das, was mir wichtig ist.»

    Was ihr Ausgleich verschaffte

    Graf verrät auch, wie sie es geschafft hat, trotz der hohen Ansprüche an ihre Leistung die Balance zu halten: Während andere Stimulation bräuchten, hätte sie Ruhe gebraucht. Museen, Architektur und Fotografie haben ihr demnach den Ausgleich verschafft. Genau wie ihre Familie. «Man sehnt sich nach Menschen, die einem ähnlich gesinnt sind oder ähnliche Werte haben, und lernt, diese auch zu erkennen. Durch den Tennissport war ich immer von vielen Leuten umgeben und habe eine recht gute Menschenkenntnis entwickelt.»

    Mittlerweile ist Graf bereits seit 2001 mit dem Tennisspieler Andre Agassi (52) verheiratet, eine Ehe ohne Skandale oder Schlagzeilen. Die beiden haben einen Sohn und eine Tochter und leben in Las Vegas.

    Wie sie zu ihrer Stiftung kam

    In ihrer Arbeit konzentriert sich die ehemalige Sportlerin heute vor allem auf ihre Stiftung «Children for Tomorrow». Diese bietet therapeutische Hilfe für geflüchtete Kinder und Jugendliche an. «Vor allem bei Kindern - die noch ihr ganzes Leben vor sich haben - sieht man, wenn sie nicht miteinander spielen oder sich nicht gut konzentrieren können, weil sie an schweren Traumata, Gedächtnisstörungen oder Konzentrationsproblemen leiden», berichtet Graf von ihrer Arbeit.

    Über die Hamburger Flüchtlingsambulanz und deren Einladung wurde sie auf das Thema aufmerksam. Nach einem Besuch in der Ambulanz entschied sie sich damals dazu, sich selbst zu engagieren: «Wenn man erlebt, welche Angst sie [die Kinder] vor Berührungen oder generell Kontakt haben, zumal in einem Alter, wo sie eigentlich durch Fröhlichkeit und Neugierde geprägt sein sollten, dann will man automatisch etwas dagegen tun.»

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