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    Spotify-Chef Daniel Ek rechtfertigt Zusammenarbeit

    Nau Prominews
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    Schweden,

    Die Diskussion um Joe Rogan reisst nicht ab. Nun sah sich Spotify-Chef Daniel Ek offenbar zu einer Erklärung gegenüber seinen Angestellten gezwungen.

    CEO
    Spotify-CEO Daniel Ek hät an Joe Rogan fest. - imago/TT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Spotify-Podcaster Joe Rogan sieht sich nach Aussagen über Corona-Impfungen in der Kritik.
    • Mehrere Superstars liessen deswegen ihre Musik von der Plattform entfernen.
    • Trotz allem hält Spotify-Chef Daniel Ek an der Zusammenarbeit fest.

    Mit seinen Aussagen über die Corona-Impfung hat Podcaster Joe Rogan (54) Superstars wie Neil Young (76) von der Plattform getrieben. Auch India Arie (46) liess inzwischen ihre Musik entfernen. Sie warf Rogan neben gefährlichen Falschinformationen bezüglich der Schutzimpfung gegen Corona auch rassistische Untertöne vor.

    Spotify-Chef Daniel Ek (38) sah sich deswegen nun dazu veranlasst, einen langen Brief an seine Angestellten zu verfassen. Dies berichtet «The Hollywood Reporter».

    Daniel Ek
    Daniel Ek hat Spotify gegründet, ist milliardenschwer und gilt als bodenständig. - Keystone

    Laut des Berichts wurden bereits 113 Episoden des Podcasts «The Joe Rogan Experience» entfernt, 71 davon allein am vergangenen Freitag. Wiederholt habe Rogan in vielen davon das N-Wort benutzt und weitere abfällige Bemerkungen gegenüber Afroamerikanern gemacht.

    Dazu heisst es in Eks Statement: «Einige von Joe Rogans Kommentaren sind nicht nur unfassbar verletzend. Ich möchte klarstellen, dass sie nicht die Werte dieser Firma darstellen. Ich weiss, dass die Situation viele von euch mit dem Gefühl zurücklässt, ausgelaugt, frustriert und ungehört zu sein.»

    Spotify hält an Rogan fest

    Doch trotz dieser klaren Abgrenzung zu Rogan hält Spotify weiter an dem Komiker fest.

    Ek begründet das mit den Worten: «Ich verurteile aufs Schärfste, was Joe gesagt hat. Und ich bin mit seiner Entscheidung einverstanden, alte Folgen von unserer Plattform zu entfernen. Mir ist klar, dass einige von euch mehr fordern. Einen Punkt möchte ich aber sehr deutlich machen: Ich bin nicht der Meinung, dass Joe mundtot zu machen die Antwort ist.»

    Seiner Ansicht nach sei ein offener Diskurs produktiver, als «Stimmen zu canceln». Um dies zu bekräftigen, wolle er 100 Millionen Dollar dafür aufwenden, um Randgruppen zu fördern, beteuert er.

    Neil Young startete Boykott

    Musiker Neil Young hatte den Stein ins Rollen gebracht. Er forderte Spotify dazu auf, Rogans Podcast von der Plattform zu entfernen. Nachdem dies nicht geschehen war, boykottiert der Musiker seither den Streamingdienst. Spotify sei zu einem Ort «potenziell tödlicher Desinformation über Covid geworden».

    neil young
    Neil Young. Foto: Nils Meilvang/epa/dpa - dpa-infocom GmbH

    Seine Kollegin Joni Mitchell (78) hatte sich daraufhin ebenfalls dazu entschieden, ihre Musik entfernen zu lassen. «Verantwortungslose Menschen verbreiten Lügen, die Menschen das Leben kosten». Dies teilte sie auf ihrer Webseite mit und erklärte, dass sie Youngs Meinung teile. Rogan hat sich bereits zu der Debatte zu Wort gemeldet, sich entschuldigt und Besserung gelobt.

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